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GVO-Protest in Belgien

von Redaktion (Kommentare: 0)


Am 28. November haben die belgischen Umweltschutzorganisationen "Les Amis de la Terre" und "Progès Belgique" in Namur mit einer spektakulären Aktion auf ihre wachsende Sorge in Bezug auf die angekündigte Aufhebung des Moratoriums für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen aufmerksam gemacht. Symbol dieser Aktion ist eine gigantische Tomate, die auf den verschiedenen europäischen Etappen für visuelle Unterstützung sorgen soll. Bürger konnten mit Unterzeichnen einer Petition ihrer Besorgnis bezüglich der Manipulation an ihren Lebensmitteln Ausdruck geben.

Von den belgischen und deutschen verantwortlichen Behörden wird gefordert, dass sie das Recht des Konsumenten und der Landwirte auf Wahlfreiheit in Bezug auf Ernährung und Anbau garantieren. Dafür ist es unerlässlich:

- die Novellierung der Genehmigungspflicht zu verweigern
- eine Regelung der Koexistenz auf europäischer Ebene zu fordern
- die Haftungsfrage zu klären
- zu verlangen, dass die Mitgliedsstaaten jede Genehmigung zum Anbau von GVO verweigern, bevor nicht eine europaweit gültige Verordnung zur Koexistenz und Haftung verabschiedet wurde.

Ohne Antwort auf diese Fragen erscheint eine Aufhebung des Moratoriums undenkbar.
Im Hinblick auf eine Vermeidung der Ausbreitung von GVO in die Umgebung erscheint es ebenfalls unerlässlich, Anbau zu Forschungszwecken nur in streng isolierter Umgebung stattfinden zu lassen. Die europäischen Verbraucher haben sich klar gegen den Konsum genetisch veränderter Lebensmittel ausgesprochen. Wer wird die Folgen einer Liberalisierung tragen, wer wird den Händlern des transgenen "Mülls" als Versuchskaninchen dienen? Die Frage beantwortet sich leider von selbst: Alle, die gezwungen sind, billig zu essen, alle, die keine Wahl haben, sich anders zu ernähren: Arbeitslose, sozial Schwache, Studenten… Die Freigabe von GVO ist daher eine Frage von höchster politischer und gesellschaftlicher Wichtigkeit.
http://www.natpro.be , http://www.amisdelaterre.be (18.12.03)

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