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GVO-Grenzwert für Bioprodukte in der EU

von Redaktion (Kommentare: 0)


In der Europäischen Union soll für Bioprodukte der gleiche
Grenzwert für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) gelten wie für konventionelle Produkte, schlug die EU-Kommission im Juni anlässlich der Präsentation des Aktionsplans zur Förderung des Biolandbaus in Europa vor. Das hieße, dass ökologisch hergestellte Produkte mit einem technisch unvermeidlichen Anteil von bis zu 0,9 Prozent an GVOs noch mit "Bio" gekennzeichnet werden dürften. Über dieser Schwelle gelten sie nicht mehr als biologisch.

Derzeit gibt es auf EU-Ebene keine Grenzwerte für GVO-Verunreinigungen in der ökologischen Landwirtschaft. Die Ökolandbau-Verordnung 2092/91 der EU verbietet aber den Einsatz von GVOs im Biolandbau. Es besteht also Regelungsbedarf.
In der Branche geht man zumeist von einem Wert an der Nachweisgrenze aus, da genetisch manipulierte Produkte im Ökolandbau nicht verwendet werden dürfen. Die Kommission hält jedoch einen Grenzwert von 0,1 Prozent für nicht praktikabel. Ein schärferer Grenzwert für den Bio-Landbau als für die konventionelle Landwirtschaft würde diesen Produzenten das Leben zusätzlich erschweren und damit die gewünschte Ausdehnung des Sektors behindern, argumentiert die Kommission. Lediglich für Saatgut will die Kommission eine Ausnahme mit einem strengeren Grenzwert machen und verweist dabei auf die derzeit in Ausarbeitung befindliche EU-Saatgutverordnung. (22.08.04)

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