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Förderstopp für Öko-Landbau in Brandenburg

von Redaktion (Kommentare: 0)


In Brandenburg werden über 125 000 Hektar, 9,3 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Nirgendwo in Deutschland ist der Anteil höher. Die Zahl der Öko-Betriebe hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre von 186 auf derzeit 728 nahezu vervierfacht. Allein im vergangenen Jahr sattelten 74 Betriebsinhaber von konventioneller auf biologische Landwirtschaft um.

Seit Jahresbeginn 2005 erhalten Betriebe, die ihre Produktion auf Öko-Landbau umstellen oder bestehende Öko-Betriebe erweitern wollen, dafür keine Fördermittel mehr vom Land. Lediglich Zahlungsverpflichtungen aus bereits bestehenden Förderverträgen werden noch erfüllt. Bisher wurden umstellungswillige Betriebe fünf Jahre lang vom Land unterstützt. Das Land begründet den Stopp damit, dass der dafür geltende Finanzierungsrahmen der EU-Kommission Ende des kommenden Jahres ausläuft. Der neue, ab 2007 gültige, werde völlig anders aussehen. Von einer Vernachlässigung der Öko-Landwirtschaft könne allerdings keine Rede sein. Das Land stelle in diesem Jahr für die bereits laufenden Verträge die Rekordsumme von 16 Millionen Euro zur Verfügung.

Stefan Palme, Öko-Landwirt und Sprecher der ökologischen Anbauverbände im Land, hält den Förderstopp für fatal. Weil Brandenburg keinen Eigenanteil leiste, könnten auch die Fördermittel von EU und Bund nicht fließen, die 90 Prozent der Gesamtförderung ausmachten, so Palme. Ohne diese Förderung produziere ein märkischer Öko-Bauer um bis zu 200 Euro pro Hektar teurer als Konkurrenten aus Regionen, in denen weiter gefördert werde. Damit drohten die märkischen Anbieter den Anschluss auf dem dynamischen Markt zu verlieren, der mit zweistelligen Jahresraten wachse. Die Förderung müsse deshalb wieder aufgenommen werden. Notfalls müsse eben vereinbart werden, Subventionen zurückzuzahlen. (18.04.05)

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