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Förderpreis Ökologischer Landbau 2009

von Redaktion (Kommentare: 0)


Zum neunten Mal wurden im Rahmen des Tages des Ökologischen Landbaus auf der Grünen Woche in Berlin drei Öko-Betriebe mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau für Ihre innovativen Konzepte ausgezeichnet. Der Preis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde dieses Jahr zu gleichen Teilen von je 7.500 Euro vergeben. Seehofer-Nachfolgerin, Bundesministerin Ilse Aigner (Bild) gab bei der Überreichung der Preise ihr Debüt auf der „Öko-Bühne“.

Die Jury für den Förderpreis konnte sich dieses Jahr nicht auf einen ersten, zweiten und dritten Preis einigen, weil die Konzepte so gleichwertig und doch so unterschiedlich waren. Deshalb übergab Ministerin Aigner in einem sympathischen Auftritt jeweils einen Scheck über 7.500 Euro.

Zu den Preisträgern 2009 gehört das Pfarrgut Taubenheim, dem es nach Ansicht der Jury bestens gelungen ist, als einer der ersten familiären Öko-Betriebe in Sachsen, Pionierarbeit auf dem Gebiet des Öko-Landbaus zu leisten und einen Vorzeigebetrieb aufzubauen. Der Gäa-Betrieb mit 145 ha Fläche, verarbeitet die Milch von 50 Milchkühen (230.000 kg/J) und 150 t Getreide aus eigenem Anbau in der hofeigenen Molkerei und Bäckerei. Vermarktet werden die Produkte im Hofladen und an Abnehmer in der Region. Die Gründerfamilie Schwarzwälder war Gründungsmitglied der Gäa. Die Tochter tritt mit ihrer Familie in die Fußstapfen der Eltern und führt den Betrieb weiter.

Der Buschberghof in Fuhlenhagen, vor den Toren Hamburgs, erhielt den Förderpreis als Pionier des Community Supported Agriculture" (CSA) in Deutschland (seit 20 Jahren). In dem vor allem in den USA und Japan häufigen Betriebskonzept einer "Wirtschaftsgemeinschaft", sind die Verbraucher Teil des Hofes und bringen sich in Sortimentsgestaltung sowie z.T. durch Arbeit ein. Auf 100 ha erzeugt der Buschberghof den Bedarf für 90 Familien. Die Palette ist besonders vielfältig und die Verarbeitung bietet 30 Arbeitsplätze, darunter auch 12 Plätze für Menschen mit Behinderung.

Die Erzeugergemeinschaft Dreschflegel ist dritter Preisträger des diesjährigen Förderpreises, die von der Jury aus 64 Bewerbungen ausgewählt wurde. Der Zusammenschluss von derzeit elf landwirtschaftlichen Betrieben unterschiedlicher Öko-Verbände erzeugt rund 600 Sorten Blumen, -Kräuter und Gemüsesaatgut. Im Sortiment befinden sich etliche gefährdete Nutzpflanzen und alte Sorten. Die Erzeugergemeinschaft bedient Kleingärtner und Erwerbsgärtner mit Saatgut im Versand (Jahresumsatz 500.000 €). Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit im Bereich ökologische Saatguterzeugung wird ebenfalls betrieben, im Schaugarten in Schönhagen/ Thüringen kann eine große Palette von Sorten besichtigt werden. Mehr Informationen zur Erzeugergemeinschaft Dreschflegel


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