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Farmer John schwört auf CSA

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Film "Mit Mistgabel und Federboa - Farmer John" hatte vor kurzem  Deutschlandpremiere in Berlin und ist mit seinem Hauptprotagonisten, Bio-Bauer John Peterson in den Kinos deutscher Städte unterwegs. Talkrunden mit lokalen Bio-Akteuren und Musik gibt es zu jeder Premiere vor Ort.

 

John Peterson ist bekannt in den USA. Sein Modell von der "Community Supported Agriculture" hat in den Staaten bereits fast eine Million Anhänger. Das Modell verbreite sich sehr, sehr schnell, sagt Peterson in einem taz-Interview. Er selbst betreibt in der Nähe von Chicago einen Demeter-Hof, der wöchentlich mehrere tausend Familien mit biodynamisch erzeugtem Gemüse und Kräutern versorgt. Was in Europa die Abo-Kiste ist, die frei Haus geliefert wird, ist in den USA die Community Supported Agriculture (CSA). Abo-Systeme gibt es freilich auch. 

 

Allerdings geht das Modell CSA doch über die Abo-Kiste hinaus, denn die Kunden haben Tuchfühlung zur Farm. Sie kommen aus der näheren Umgebung einer Farm, unterschreiben einen Vertrag für die ganze Saison und bekommen das Gemüse von diesem Hof. Die Wahlmöglichkeiten sind beschränkt – es gibt das, was die Jahreszeit bietet. Dadurch, dass die Kunden auf den Hof kommen und eventuell sogar mithelfen, bekommen sie eine unmittelbare Anbindung an die Erzeugung. „Man hat durch CSA die Regionalität, die begrenzte Größe, die Verbindung mit dem Land, mit der Landwirtschaft. Und ich als Bauer bekomme das Kapital nicht von der Bank, sondern von den Kunden“, erklärt Peterson im taz-Interview.

 

Die Tendenz, dass in den USA Lebensmittelmultis ins Biogeschäft einsteigen hält Peterson für ein Attentat auf das Land. Es sei kein gesundes System, alles aus dem Boden und dem Bauern herauszupressen. Wal-Mart beispielsweise verkaufe Bio-Ware prinzipiell nicht mehr als 10 % teurer als konventionelle Produkte. Mit CSA hingegen umgehe man dieses massive System und die Infrastruktur der Agrarindustrie. Das Modell sei eine sehr soziale, wirtschaftliche und ökologische Art, den Planeten zu unterstützen, während man gute und frische Lebensmittel bekommt, so Peterson gegenüber der taz..
 
Als Empfehlung an die Adresse der deutschen Bio-Branche, sagt Peterson: Den Kunden müsse bewusst gemacht werden, dass die Extraausgabe für Bio-Produkte einen großen Unterschied macht.

 

http://www.farmer-john-film.de

 

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