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Fairness fängt beim Konsum an

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Faire Handel fördert benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika und gibt vielen Menschen die Chance für eine sichere und lebenswerte Zukunft. Derzeit profitieren rund eine Million Produzenten und Familien in über 50 Ländern vom Fairen Handel. Die Palette an fair gehandelten Produkten ist groß und erstreckt sich von Kaffee, Tee, Kakao über Schokolade, Orangensaft, Bananen und Honig bis hin zu Getreide, Nüssen und Trockenfrüchten. Im Sortiment findet man auch fair gehandelte Fußbälle, Blumen, Textilien, Taschen und kunsthandwerkliche Produkte. Hilfestellung für den Verbraucher beim Erkennen der fair gehandelten Produkte bietet das einheitlichen FairTrade-Siegel. Dieses wird in Deutschland von TransFair vergeben. Nur die Produkte, die den strengen internationalen Standards der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) entsprechen, erhalten das FairTrade-Siegel. Über 50 % der fair gehandelten Produkte stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau und tragen zusätzlich zum FairTrade- auch das Bio-Siegel. Der Faire Handel unterstützt Produzenten und Produzentinnen bei der Umstellung auf den ökologischen Anbau und zahlt einen Preiszuschlag für zertifizierte Bio-Produkte. Fair gehandelte Produkte sind in rund 24.000 Supermärkten, 800 Weltläden, zahlreichen Naturkostläden, Drogerien und über den Versandhandel erhältlich.

 

Der Faire Handel garantiert den Produzenten in den Entwicklungsländern einen FairTrade-Aufschlag und international festgelegte Mindestpreise, die zusammen über dem Weltmarktpreis liegen sowie langfristige Lieferbeziehungen. Mit dem Erlös können nicht nur die Produktionskosten, sondern auch die täglichen Lebenshaltungskosten der Familien gedeckt werden. Der FairTrade-Aufschlag dient zur Investition im sozialen und ökonomischen Bereich. So schafft er die Voraussetzung dafür, dass den Produzenten höhere Löhne ausgezahlt, sowie zum Beispiel Gesundheitszentren und Schulen für Kinder errichtet Brunnen mit sauberem Trinkwasser finanziert oder neue Maschinen und Saatgut angeschafft werden können. Über die konkrete Verwendung der Gelder stimmen die Mitglieder der Kleinbauernorganisationen demokratisch ab. Von Vorteil für die Produzentengruppen ist auch, dass der Zwischenhandel weit gehend ausgeschlossen wird. Zudem müssen, gemäß den Fairtrade-Kriterien, internationale Arbeits- und Sozialstandards erfüllt sein. Die „illegale“ Beschäftigung von Kindern ist verboten. Der Faire Handel setzt sich weiterhin für eine ökologische Verträglichkeit der angebauten Produkte ein und fördert umweltschonende Anbau- und Verarbeitungsmethoden. So wird weitestgehend auf Pestizide, chemisch-synthetische sowie mineralische Düngemittel und den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen verzichtet.

 

Mehr als zwei Drittel der deutschen Bevölkerung befürworten den Fairen Handel, das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage hervor. Zwar kaufen nur 2,8 % der Befragten regelmäßig Produkte aus Fairem Handel ein. Die Umfrage belegt aber, dass mit Informationen erhebliche Potenziale erschlossen werden können. Hier setzt die bundesweite Informationskampagne „fair feels good.“ der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. an und wirbt seit November 2003 für mehr Fairness beim Konsum und klärt über das Prinzip des Fairen Handels und seine Produkte auf. Mit mehr Bewusstsein beim täglichen Konsumverhalten kann jeder Einzelne dazu beitragen, die Armut in der Welt zu vermindern und die Lebensgrundlagen von Menschen in der „Dritten Welt“ zu verbessern. Die Kampagne „fair feels good.“ wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert und in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband
umgesetzt.


Die Schirmherrin Franziska van Almsick (im Bild links) wurde Ende 2005 auf Grund Ihres Engagements für „fair feels good.“ als Sportlerin mit Herz ausgezeichnet. Zusammen mit weiteren über 70 prominenten Paten wirbt sie ehrenamtlich für den Konsum fair gehandelter Produkte.


Seit 2003 hat „fair feels good.“ zu den deutlichen Umsatzzuwächsen fair gehandelter Produkte beigetragen. Volkmar Lübke, Mitglied im Bundesvorstand der Verbraucher Initiative e.V. sagt: „fair feels good.“ hat den Boden für viele neue Geschäftskontakte bereitet, den Fairen Handel mit seiner Neupositionierung bei neuen Zielgruppen ins Gespräch gebracht und den „Appetit“ auf die Produkte deutlich erhöht.“ Daraus resultieren zahlreiche Unternehmenskooperationen. So bieten die 60 Mitglieder des Verbandes Christlicher Hoteliers, die VCH-Hotels Deutschland, seit über einem Jahr fair gehandelte Produkte in ihren Häusern an und unterstützen u.a. durch Artikel im Hotelmagazin und durch Infosäulen im Hotel-Eingangsbereich die Kampagne. Zusammen mit CityCards wurden aufmerksamkeitsstarke Postkarten deutschlandweit über die Szenegastronomie verteilt. Die Kampagne warb zum Beispiel mit Anzeigen und Beilagen im Reiseplan der Bahn mehrfach für den Fairen Handel und verteilte an Bord der Lufthansa Doppelpostkarten mit fairer Schokolade und Informationen rund um den Fairen Handel. Darüber hinaus gibt es in Deutschland eine Vielzahl an Institutionen, Vereinen und Verbänden, die sich für den Fairen Handel engagieren und Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung leisten – mit Erfolg.


Weitere Informationen zur Kampagne unter: www.fair-feels-good.de

 

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