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Faire Preise für die Bauern! 40 Cent je Liter Milch!

von Redaktion (Kommentare: 0)


„Wir wollen zum Internationalen Tag der Milch ein deutliches Zeichen für die Milchbauern setzen: 40 Cent sind machbar! Deshalb erhöhen wir, die Upländer Bauernmolkerei, ab dem 1. Juli 07 als erste Molkerei in Deutschland den Auszahlungspreis an die Bauern auf 40 Cent pro Liter Milch“, so Josef Jacobi (im Bild links), Vorsitzender der Upländer Bauernmolkerei GmbH (Willingen-Usseln), anlässlich einer Pressekonferenz in Jacobis Kuhstall in Körbecke. Vertreter des Naturkosthandels, Andreas Vier von Naturkost Elkershausen in Göttingen und Dr. Manon Haccius von Alnatura Produktions-und Handels GmbH in Bickenbach sowie Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., unterstützen die Initiative der Molkerei.

 

Wirtschaftlichkeitsberechnungen belegen, dass ein Erzeugerpreis von 40 Cent notwendig ist, um bäuerliche Milchviehbetriebe die Existenz zu sichern. Seit mehreren Jahren erhalten die Milchbauern in Deutschland aber ein viel zu geringes Milchgeld. „Wir wollen zeigen, dass es anders und besser geht. Mit fairen Erzeugerpreisen leisten wir einen Beitrag zur besseren Qualität und zu einer ausreichenden Bezahlung bäuerlicher Arbeit, aber auch generell zur Erhaltung und Schaffung neuer Arbeitsplätze in ländlichen Regionen“, so Karin Artzt-Steinbrink (Bild oben), Geschäftsführerin der Molkerei. „Mit einem fairen Milchpreis fördert die Upländer Bauernmolkerei die regionale Bio-Landwirtschaft und motiviert weitere Bauern, auf Bio umzustellen. Dann kann mehr Milch aus heimischer Erzeugung bezogen werden statt Bio-Milch aus angrenzenden Ländern zu zukaufen“, so Andreas Vier und Dr. Manon Haccius.

 

Der Bund der Deutschen Milchviehhalter – unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) - hat gegen die zu niedrigen Milchauszahlungspreise bundesweit große Protestaktionen organisiert, die klare Forderung „40 Cent für den Liter Milch“ aufgestellt und mit Lieferboykott gedroht. Vor diesem Hintergrund eines zunehmenden Drucks seitens der Bauern und einer steigenden Nachfrage auf den internationalen Märkten haben Molkereien bei den laufenden Verhandlungen mit dem Lebensmittelhandel höhere Preise ausgehandelt, ohne sich festzulegen, ob und in welchem Umfang diese auch an die Bauern weiter gereicht werden. Georg Janßen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft wies auf die bundesweite Bedeutung der Entscheidung seitens der Upländer Bauernmolkerei hin und rief die anderen Molkereien im Bundesgebiet auf, dem Beispiel zu folgen. Dies bringe ein neues Verständnis zwischen Konsumenten, Lebensmittelhandel, Molkereien und Bauern, ein solidarisches Handeln und Fairness. „Die Spitze des Deutschen Bauernverbandes fordern wir auf, sich mit der Milchbauernbewegung solidarisch zu erklären. 40 Cent sind notwendig und auch möglich. Diese Forderung sollte der Verband ohne wenn und aber unterstützen“, so Georg Janßen.

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