Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Erhaltet die Vielfalt - Esst sie auf!!

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Europäische Parlament hat einen großen Erfolg der Europäischen Grünen gefeiert. Es wird ein neues Gemeinschaftsprogramm zur Erhaltung und zur Nutzung der biologischen Vielfalt in der europäischen Landwirtschaft geben. Der Vorschlag der Kommission zur Neuauflage der Verordnung zur Förderung bedrohter Nutzpflanzen und Tierrassen (KOM 2003/817) geht auf eine parlamentarische Initiative der Grünen von 1989 zurück, die 1994 erstmals in ein EU Förderprogramm mündete. Das neue Programm soll die Erhaltung durch Nutzung auf den Höfen fördern und die Bauern, Züchter und Nichtregierungsorganisationen an einem Strang ziehen lassen.

"Es lohnt sich, stur zu bleiben und sich nicht von bürokratischen Hindernissen entmutigen zu lassen", sagte der stellvertretende Vorsitzende des EP Agrarausschusses Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf nach der einstimmigen Annahme. "Wir haben zwar offiziell kein parlamentarisches Initiativrecht, aber wir haben es uns genommen und uns über unsere Rechte im Haushaltsverfahren durchgesetzt. Die Kommission wird in Kürze ein Arbeitsprogramm vorlegen und öffentliche Ausschreibungen machen. Bereits in diesem Herbst stehen 1 Million Euro für Projekte bereit. Der Umfang der Fördermittel entspricht bei weitem nicht der Notwendigkeit den Verlust der genetischen Vielfalt aufzuhalten. Umso wichtiger ist es, dass die Gelder in diesem Jahr voll ausgeschöpft werden."

"Mit dem neuen Programm sollen diesmal stärker die Praktiker, Landwirte und engagierte NRO selbst einbezogen werden. Bäuerinnen und Bauern, die vom Aussterben bedrohte Sorten und Rassen zum Anbau und zur Weiterzucht nutzen, sind aufgerufen, sich gemeinsam an dem Programm zu beteiligen", so Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, MEP Bündnis 90/Die Grünen.

"Die genetische Vielfalt, die wir durch jahrhundertelange bäuerliche Züchtung geschaffen haben, ist auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher wichtig, wenn sie Geschmacksvielfalt und gesunde Ernährung wünschen", betont Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf. "Das neue Programm ist für mich und die Grünen auch eine Verpflichtung, weiterhin für eine gentechnikfreie Landwirtschaft zu kämpfen. Die Kommission muss jetzt konsequent bleiben und sicherstellen, dass gentechnikfreies Saatgut für alle erhalten bleibt. Kontaminierung durch GVO-Saatgut ist eine große Bedrohung, nicht nur für den biologischen Landbau, sondern für die Erhaltung der regionaltypischen und ökologisch angepassten Pflanzensorten insgesamt. http://www.eat-better.org (10.05.04)

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige