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Erfolg für Greenpeace: Metro-Konzern tritt auf die Pestizid-Bremse

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ende März 2007 teilte der Metro-Konzern Greenpeace mit, dass er neue Obergrenzen für die Pestizidbelastung in Lebensmitteln festgelegt und ein  Programm zur Reduktion der Pestizidbelastung gestartet hat. Metro will demnach in Zukunft nur noch maximal 70 % der gesetzlich zulässigen Pestizidbelastung in seinen Produkten dulden. Der Konzern droht Lieferanten, die gegen die Standards verstossen, mit der Auslistung. Damit ist die Metro-Gruppe der vierte Lebensmitteleinzelhandels-Konzern, der als Reaktion auf die langjährige Greenpeace-Kampagne gegen Gift im Essen solche Standards einführt. Schon 2006 hatten Lidl und Aldi ähnliche Programme gestartet, im Februar 2007 zog auch die Rewe-Gruppe nach. (Bild/Unser täglich Brot)

 

Erst im Februar hatte Greenpeace einen neuen Supermarkt-Vergleich für Pestizide in Obst und Gemüse vorgelegt. Dabei hatten Edeka, Kaiser’s/Tengelmann und Rewe am schlechtesten abgeschnitten. Die Metro-Unternehmen Real und Kaufhof landeten im Mittelfeld.

 

Metro schreibt in dem Brief an Greenpeace, "dass nun ausnahmslos die folgenden Grundsätze gelten: Bei festgestellten Wirkstoffbelastungen, die zwischen 70 und 100 % der Rückstandshöchstmengen bzw. der Akuten Referenzdosis (ARfD) liegen, erhält der jeweilige  Lieferant von uns eine mit der Aufforderung zur Reduzierung verbundene Abmahnung. Bei Wirkstoffbelastungen, die die gesetzlich zugelassenen Rückstandshöchstmengen bzw. ARfD übersteigen erfolgt eine Sanktionierung des jeweiligen Lieferanten, die von der Nachhaltigkeit der Wirkstoffbelastung abhängig ist. Dies kann auch in eine dauerhafte Auslistung münden.  Diese 'Null-Toleranz-Politik' wird in den zur Metro-Group gehörenden Unternehmen flächendeckend umgesetzt und wird zu einer weiteren Ergebnisverbesserung bei der Verminderung der Wirkstoffbelastung von Obst und Gemüse führen."

 

Zur Metro-Gruppe gehoeren die Supermarktketten Real, Extra, Galeria Kaufhof
und Metro Cash&Carry. 

 

Informationen über die Pestizidbelastung von Obst und Gemüse gibt der kostenlose Greenpeace-Ratgeber "Essen ohne Pestizide". Er kann bestellt werden unter
Tel.: 040-30618120 oder www.greenpeace.de/pestizide.

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