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Elkershausen liefert "emissionsfreies" Obst

von Redaktion (Kommentare: 0)


Beim Handel und beim Transport von exotischen Früchten wird viel CO2 produziert. Um diese Emissionen wieder gutzumachen, hat sich Naturkostgroßhändler Hermann Heldberg (Bild) von Naturkost Elkershausen, aus Göttingen ein klimafreundliches System ausgedacht.

 

In den riesigen Lagerhallen von Naturkost Elkerhausen stapeln sich die Kisten bis unter die Decke. Alle Produkte sind zwar ökologisch und damit klimaschonend angebaut worden, aber trotzdem - so Hermann Heldberg - belasten sie das Klima mit Kohlendioxid. Sein Beispiel: Über 5000 Tonnen CO2 pro Jahr allein für den Import der Bananen aus der Dominikanischen Republik.

 

Rechnet der Unternehmer noch seine weiteren Obstimporte dazu, kommen mehrere zehntausend Tonnen des Treibhausgases allein durch den Transport zusammen. Diese Klimaschädigung gleicht Heldberg jetzt aus, indem er Geld in Aufforstungsprojekte in den Tropenländern investiert. "Am schönsten und besten fänden wir natürlich, wenn wir mit Bioerzeugern, zum Beispiel mit den Bananenerzeugern solche Projekte vor Ort installieren könnten. Da, wo die Produkte herkommen. Es gibt zum Beispiel Gespräche mit südafrikanischen Erzeugern, um kahle Flächen wieder aufzuforsten."  

 

Durch die neuen Waldprojekte bekommen die Bananen den Stempel, dass sie CO2-neutral sind. Mit dem Kauf tun die Verbraucher etwas für das Klima, sagt Jörg Heinzemann. Der Göttinger Agrarwissenschaftler hat das Klimaschutzpaket für den Großhändler ausgerechnet. Aktuell liegt der Preis für eine Tonne CO2-Zertifikation bei fünf bis zehn Euro. Naturkost Elkershausen müsste folglich ungefähr 0,5 bis 1 Cent pro Kilogramm Banane mehr berechnen, um die Bananen emissionsneutral produzieren und transportieren zu lassen. Um zehn Tonnen Kohlendioxid auszugleichen, wird ein Hektar Wald angepflanzt. In solche und andere klimaausgleichende Maßnahmen will Hermann Heldberg investieren. Damit ist er als Großhändler in Deutschland Vorreiter:

"Unsere holländischen Kollegen sind auch schon diesen Pfad gegangen, weil er ja auch vernünftig ist. Ich bin  überzeugt, dass das in nicht allzu langer Zeit dann auch im klassischen Lebensmitteleinzelhandel landen wird. Eines Tages ist es Allgemeingut, weil es richtig und vernünftig ist", zeigt sich Heldberg überzeugt.

 

Mit emissionsfreien Bananen fängt Hermann Heldberg an. Aber schon in zwei Monaten sollen alle Produkte des Biogroßhandels CO2-freigestellt werden.

 

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