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EU-Report: Hohe Pestizidbelastungen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im November 2006 hat die EU-Kommission ihren jährlichen Pestizidreport im Internet veröffentlicht (http://ec.europa.eu/food/fvo/specialreports/pesticides_index_en.htm). Das Ergebnis ist erneut ein Armutszeugnis für den Verbraucherschutz: In Deutschland verkauftes Obst und Gemüse ist zu 61 % mit Pestiziden belastet. Bei 8 % der Früchte liegen die Rückstandswerte sogar über der gesetzlich erlaubten Höchstmenge. (Bild Copyright: "Unser täglich Brot")

 

"Die Regierung setzt die Grenzwerte für Pestizide herauf, anstatt den Gifteinsatz zu mindern", kritisierte in diesem Zusammenhang die agrarpolitische Sprecherin der Grünen, Cornelia Behm. Sie bezieht sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage ihrer Partei. Demnach sollen die Grenzwerte, die in Deutschland bislang strenger sind als in der EU, gemildert werden.

 

Bio-Obst und Bio-Gemüse im Naturkosthandel sind dagegen in der Regel frei von Rückständen. Die Produkte, die im BNN-Monitoring im Vergleichsjahr 2004 getestet worden sind, enthielten in 87 % der Fälle überhaupt keine Pestizide. 2006 war der Anteil rückstandsfreier Bio-Proben mit 89 % sogar noch höher - und es gab keine einzige Überschreitung der gesetzlichen Höchstmengen.

 

Wenn bei Bio-Obst oder Bio-Gemüse Verunreinigungen gefunden werden, sind diese deutlich geringer als bei konventionellen Produkten. Regelmäßig sind 95 % der Proben nach den Maßstäben des BNN Herstellung und Handel - die strenger sind als geltendes Recht - nicht zu beanstanden. Und auch dieser hervorragende Wert für Obst und Gemüse im Naturkosthandel zeigt noch nicht, wie gut Bio wirklich ist: Denn die Ergebnisse des BNN-Monitorings bilden keinen repräsentativen Querschnitt des Angebots ab, sondern die Proben werden risikoorientiert gezogen - beprobt wird also dort, wo Probleme eher zu erwarten sind. Beispielsweise wurden 2006 im BNN-Monitoring insgesamt 25 Mal Trauben untersucht, denn diese zählen zu den bekannten Problemfällen im konventionellen Anbau. Nur eine einzige Bio-Probe wies Spuren auf.

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