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EU-Kommission startet Bio-Werbekampagne

von Redaktion (Kommentare: 0)


Unter dem Motto „Bio. Gut für die Natur, gut für dich." wurde vor kurzem die Website - www.organic-farming.europa.eu - in 22 Sprachen freigeschaltet. Ziel der übersichtlich gestalteten und informativen Internetseite ist es für die Allgemeinheit sowie die Bio-Branche Infomaterialien für die Argumentation zur Verfügung zu stellen. Unter der Rubrik „Handwerkszeug“ werden Radio- und TV-spots sowie jeweils unterschiedliche Informationspakete für Landwirte, Verarbeiter, Einzelhändler und Gastronomie zum Download angeboten.

 

Die Initiative ist Teil des Europäischen Aktionsplans für ökologisch erzeugte Lebensmittel und ökologischen Landbau. Ende dieses Jahres wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, ein neues Design für ein EU-Bio-Logo zu entwerfen. Teilnahmeberechtigt sind Kunst- und Designstudenten.

 

In den letzten Jahren hat die Zahl von ökologisch arbeitenden Marktteilnehmern - Landwirten, Erzeugern, Verarbeitern und Importeuren – stark zugenommen. Im Jahr 2005 gab es in der EU-25 insgesamt 182.305 solche Marktteilnehmer, gegenüber 2004 ein Anstieg um 13,4 %. Auch der europäische Einzelhandel mit Ökoprodukten hatte in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum zu verzeichnen (je nach Land zwischen 5 und 30 %). Die steigende Verbrauchernachfrage stärkt den Markt für ökologische Erzeugnisse und eröffnet den Landwirten und Verarbeitern neue Möglichkeiten.

 

Es gibt allerdings auch hin und wieder gegenläufige Entwicklungen. So kehren nach Angaben der Zeitung „The Indepedent“ immer mehr britische Bio-Milchbauern zur konventionellen Produktion zurück. Gründe seien die sinkenden Nachfrage der britischen Konsumenten nach Bio-Lebensmitteln und die extrem gestiegenen Preise für Bio–Futtermittel. Die 36 p, die Bio-Milchbauern für einen Liter Milch erhalten sind nicht kostendeckend. Dem Wunsch der Bio–Landwirte nach weiteren 4 p für den Liter Milch kamen die britischen Supermärkte nicht nach.

 

Auch in Norwegen haben einem Bericht der Zeitung Aftenposten unter Berufung auf das Norwegische Agrarforschungsintitut zufolge sechs von sieben Bio-Landwirten aufgegeben, so dass die Norwegische Bio-Produktion derzeit stagniere. Die ehemaligen Bio-Landwirte machten ausufernde Bürokratie für ihren Entschluss verantwortlich.

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