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EP fordert niedrigeren Schwellenwert bei Kontamination von ökologischen Erzeugnissen mit GVO

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Plenum hat sich für einen niedrigeren Schwellenwert bei der zufälligen Kontaminierung von ökologischen Erzeugnissen mit genetisch veränderte Organismen (GVO) ausgesprochen. Ein Erzeugnis dürfe nicht als ökologisch gekennzeichnet werden, wenn es GVO enthalte oder aus bzw. mit GVO hergestellt wurden. Den Höchstwert für eine zufällige Kontaminierung mit GVO legen die Abgeordneten bei 0,1 % fest. Die Kommission hält hingegen daran fest, dass auch Lebensmittel, die bis zu 0,9 % an GVO enthalten, als ökologisch bezeichnet werden dürfen, "wenn die Erzeugnisse zufällig durch GVO kontaminiert worden sind". Die Parlamentarier fordern die Kommission außerdem auf, vor dem 1. Januar 2008 einen Vorschlag für eine Rahmenrichtlinie über Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung einer Kontaminierung mit GVO in der gesamten Nahrungskette zu veröffentlichen, der auch einen Rechtsrahmen für Haftungsvorschriften einschließt.

 

Verarbeitete Erzeugnisse dürfen nach dem Willen der Parlamentarier nur dann als "ökologisch" oder "biologisch" beschrieben und gekennzeichnet werden, wenn "mindestens 95 % Gewichtsanteile der Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus ökologischer Erzeugung stammen". Das Plenum spricht sich dafür aus, dass die Verwendung eines Gemeinschaftslogos für die Kennzeichnung, Aufmachung und Werbung von ökologischen Produkten Pflicht sein sollte, denn es sei das "wichtigste Erkennungszeichen für ökologische Erzeugnisse im gesamten Gebiet der Europäischen Union".

 

Die Mitgliedstaaten sollten zudem gewährleisten, dass ihr Kontrollsystem "die Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse auf allen Stufen der Erzeugung, der Aufbereitung und des Vertriebs" ermöglicht, so das Parlament. Eine aktualisierte Liste mit den Namen und Adressen der kontrollierten Unternehmen sollte interessierten Kreisen zugänglich gemacht werden. Auch Unternehmer aus Drittländern oder Importeure, die ihre Produkte als ökologisch kennzeichnen möchten, müssen den Nachweis erbringen, dass sie die Vorschriften dieser Verordnung einhalten.

 

Die Abgeordneten setzen sich dafür ein, dass die Verordnung - entgegen dem Vorschlag der Kommission - auch für Verpflegungsbetriebe, Kantinen und Gaststätten gilt. Außerdem sollen auch Erzeugnisse wie Salz, Wolle, haltbar gemachter Fisch, Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel, Textilien, Heimtierfutter und ätherische Öle unter die neuen Regeln fallen.

 

Die neue Verordnung soll ab dem 1. Januar 2009 gelten.

http://www.europarl.europa.eu

 

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