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Discounter vermarkten den größten Teil der Bio-Kartoffeln

von Redaktion (Kommentare: 0)


Trotz leichter Flächenausweitungen ist die Bio-Kartoffelernte 2005 geringer ausgefallen als im Jahr zuvor, und die deutlich gestiegene Nachfrage kann mit den kleineren Mengen inzwischen nicht mehr gedeckt werden, berichtet die ZMP. Der konventionelle LEH (speziell die Discounter) ist zum wichtigsten Wachstumsmotor für den Bio-Kartoffelmarkt geworden. Weitere Ketten planen den Einstieg in den Verkauf von Bio-Kartoffeln. Der jetzige Anbauumfang kann diese Nachfrage kaum abdecken. Die Vermarkter suchen daher weitere deutsche Landwirte, die in den Bio-Kartoffelanbau einsteigen.

 

Schon jetzt ist ein Großteil der Ernte 2005 verkauft, und das Angebot am deutschen Markt muss durch Exporte aus den Nachbarländern ergänzt werden. Die deutsche Bio-Kartoffelproduktion ist zu 90 Prozent auf den Speisekartoffelmarkt ausgerichtet, nur ein geringer Teil geht in die industrielle Verarbeitung. Der Anteil der Öko-Anbaufläche am Markt für Speisekartoffeln liegt bei knapp 5 %. Der Erzeugerpreis für Bio-Ware liegt mit einem Aufschlag von 100 bis 170 % Prozent deutlich über dem konventionellen Preis.

 

2005 wurden rund 60 % der Biokartoffeln im LEH abgesetzt, davon fast zwei Drittel über Discounter, so die Daten der ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des Haushaltspanels der GfK. Wichtigster Abnehmer für Bio-Kartoffeln ist Aldi mit 27,5 % im Jahr 2005. In den übrigen Discountern lag der Anteil bei 11,5 %. In den Verbrauchermärkten stagnierte der Anteil bei 14,5 %. In den Supermärkten unter 800 m² sank er leicht auf 6,4 %. Verlsute gab es bei den Direktvermarktern, die 2005 inklusive der Wochenmärkte nur noch 27 % der Bio-Kartoffeln verkauften (2004: 36 %). Der Naturkosthandel spielt mit 6 % nur eine untergeordnete Rolle.

 

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