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Die heutige Gentechnik läßt jegliches Risikobewußtsein vermissen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Aus der konventionellen Landwirtschaft ist zur Genüge bekannt, dass die permanente Beigabe von Antibiotika im Futter zur Bildung von resistenten Bakterienstämmen geführt hat. Auch die entsprechenden Resistenzbildungen bei der Einbringung von Antibiotika über die Gülle in Boden und Grundwasser werden heute in Fachkreisen mit großer Sorge diskutiert. Dennoch rühmen sich Gentech-Forscher der Victoria-Universität in Kanada, eine genetisch veränderte Kartoffellinie entwickelt zu haben, die das Antibiotika produzierende Gen eines Froschs in sich trägt.

Der als "Gen-Spender" verwendete winzige Baumfrosch Phyllomedusa bicolor stammt aus dem tropischen Regenwald Südafrikas. Laut Auskunft der Forscher bewirkt das Frosch-Gen in der Kartoffel eine antibiotische Abwehr gleich mehrerer bakterieller Kartoffel-Krankeiten, die da heißen Kraut- und Knollenfäule, Trockenfäule, Nassfäule und Schwarzbeinigkeit. Der Frosch produziert eines der stärksten Antibiotika in seiner Klasse. Doch sicherlich wird dieses Antibiotikum im Organismus des Frosches nicht permanent produziert, sondern immer nur im Fall einer bakteriellen Infektion.

Anscheinend ohne jegliches Risikobewußtsein wird vom Forschungs-Team der Victoria-Universität bereits verkündet, dass das gentechnische Verfahren auch für andere Arten wie Weizen, Gerste oder Zuckerrüben genutzt werden könne. Beim fraglichen Antibiotikum handelt es sich um Dermaseptin, das auch unter dem Handelsnamen B1 bekannt ist. Immerhin räumt das Forschungs-Team ein, dass Fragen der Toxizität, also der Giftigkeit der Kartoffel für den Menschen, oder der
Beständigkeit, also wie lange das Antibiotikum von der genmanipulierten Kartoffelsorte produziert wird, bisher nicht geklärt seien. (10.11.05)

http://www.blauen-institut.ch

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