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Die Signale für den Ökologischen Landbau müssen auf Vorfahrt gestellt werden

von Redaktion (Kommentare: 0)


Anlässlich eines Parlamentarischen Abends, bei dem der BÖLW den Staatssekretär Dr. Peter Paziorek aus dem BMELV, die frühere Ministerin Renate Künast und viele weitere prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen konnte, ging der Vorsitzende des BÖLW auf die neuen Ökolandbau-Zahlen des BMELV ein. "Ein Wachstum von lediglich 2,5 % bei den Betrieben und 5,2 % Flächenzuwachs bei einem Marktwachstum von 15 % ist alarmierend!" erklärte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein (Bild). "Denn das bedeutet, dass deutsche Bauern Marktanteile verlieren und Chancen verpassen." Der gleichzeitige Zuwachs der verarbeitenden Unternehmen (10,7 %) und der im Import von Ökoprodukten tätigen Firmen (15 %) untermauert den Trend zur Beschaffung von Rohware im Ausland.

 

Dr. Alexander Gerber (Bild), Geschäftsführer des BÖLW, kennzeichnete diesen Zustand als besonders ärgerlich, weil den meisten Öko-Lebensmittelverarbeitern und -händlern sehr daran gelegen sei, inländische Ware einzusetzen. "Mit nichts lässt sich Glaubwürdigkeit und ökologischer Zusatznutzen so gut kommunizieren wie mit regionalen Produkten - nur müssen die eben in ausreichender Menge erzeugt werden!"

 

Löwenstein forderte die Bundesländer und die Bundesregierung auf, endlich klare Signale für umstellungswillige Landwirte auszusenden: "Dazu gehört vor allem, durch Umschichtungsmaßnahmen in der Agrarförderung die Mittel für Agrarumweltprogramme zu stärken und in allen Ländern die Prämien für die Umstellung auf Ökologische Landwirtschaft wieder aufzunehmen. Aufgrund der gesellschaftlich gewünschten Leistungen der Ökobauern für Natur, Umwelt und Tierschutz wäre dies eine höchst lohnende Investition."

 

Löwenstein geht davon aus, dass schon im Herbst die längst fällige Umstellungswelle in Gang gesetzt werden könnte, wenn die Länder und der Bund durch ihre Maßnahmen deutlich machen würden: "Wir wollen die Ausweitung des Ökolandbaus, wir wollen unseren Bäuerinnen und Bauern diese Chance bieten, und wir bieten dafür langfristig verlässliche Rahmenbedingungen!"
 

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