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Die Regionalen werben klimaneutral

von Redaktion (Kommentare: 0)


Problem erkannt: Auch Werbematerial trägt durch Emissionen bei Herstellung und Transport zum Klimawandel bei. Mit einem Anteil von fast 70% hat dabei die Papierherstellung den beiweiten größten Anteil. Das ist bei monatlich mehreren hunderttausend Angebotsflyern, Plakaten und anderem Werbematerial, das die 500 Geschäfte, die am Echt-Bio-Marketing teilnehmen nicht wenig und bedarf einer genauen Analyse.

 

Unter dem Motto „Echt Bio hört das Rauchen auf“ kommunizieren Die Regionalen, Zusammenschluss von 13 regionalen Großhändlern, in ihrem neuen Kundenflyer ihre Initiative. Die Echt-Bio-Werbung ist jetzt klimaneutral, ein entsprechendes Zertifikat erteilt das Göttinger Institut Agra-Teg. Vorausgegangen war die Ermittlung der CO2-Emissionen, den das Echt-Bio-Marketingmaterial bis hin zum Regalstopper verursacht und das Feststellen der Einsparpotenziale. 

 

Bislang verwendete man für das Echt-Bio-Material bereits nach bestem Wissen und Gewissen Recyclingpapier und legte Wert auf schonenden Umgang mit den Ressourcen. Zum Beispiel werden Bio-Baumwolle für Schürzen oder T-Shirts eingesetzt sowie Maisstärke-Tüten für die Läden angeboten. In Sachen Papier, dem größten CO²-Verursacher, plant man nun die Umstellung auf ein neues, emissionsarmes Papier, dass interessanter Weise nur einen 50 % Recycling-Anteil hat. Hier untersucht  Agra-Teg, wie der geringere Recyclinganteil im Verhältnis zur CO²-Einsparung zu bewerten ist.

 

Weiteres Einsparpotenzial lag in der Optimierung der Auflage des Prospektmaterials: Die teilnehmenden Geschäfte werden nach ihrem tatsächlichen Bedarf befragt, sodass möglichst wenig Wegewerfmaterial produziert wird. Neben der Reduzierung der schädlichen Emissionen, die direkt das Werbematerial betreffen, hatte die Zertifizierung für das Stopp-Climate-Change-Label positive Nebeneffekte, mit denen wir gar nicht gerechnet hatten“, erklärt Ronald Mikus vom Büro der Regionalen in Berlin. So prüft zum Beispiel die Druckerei den Wechsel  zu einem Ökostromanbieter.

 

Die verbleibenden, unvermeidlichen Emissionen von 14,4 Tonnen CO2 monatlich werden durch den Kauf von Emissionsrechten neutralisiert. Das Geld für die „Emissionsrechte nach Goldstandard“ geht – wie schon aus dem Ökoland-Superwurst-Projekt – in den Aufbau einer Windanlage nach Indien. „Die regionalen Großhändler und die Echt-Bio-Fachgeschäfte besetzen mit dem Projekt Stop-Climate-Change eine Vorreiterrolle und leisten einen Beitrag zur Lösung des Problems Klimawandel“, sagt Mikus.

 

www.echt-bio.de

 

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