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Deutschland: Zeichen gegen Gentechnik!

von Redaktion (Kommentare: 0)


Rechtzeitig zur Frühjahrsaussaat zeigen die zu den großen Anbauverbänden Bioland, Naturland und Demeter gehörigen Biobetriebe in einer gemeinsamen Aktion Flagge: 20.000 Schilder mit der Aufschrift "Wir arbeiten ohne Gentechnik!" stellen die Bauern in den nächsten Tagen auf ihre Felder (Bild). Auch in den Hofläden der landwirtschaftlichen Verarbeiter, die sich vertraglich an Bioland, Naturland und Demeter gebunden haben, werden die Schilder zu sehen sein. Mittlerweile haben bundesweit biologisch und konventionell wirtschaftende Bauern gemeinsam zahlreiche "gentechnikfreie Zonen" ausgerufen.

Greenpeace-Aktivisten haben auf Versuchsfeldern des Basler Agrochemie-Konzerns Syngenta im deutschen Dessau etwa fünf Tonnen Bio-Weizen ausgesät um so gegen den geplanten Anbau von Gen-Weizen zu protestieren und auf die Gefahren durch den Anbau von genveränderten Lebensmitteln hinzuweisen. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund einhundert Aktivisten aus elf Nationen an der Aktion in Sachsen-Anhalt. Die Polizei stellte Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung.
Die Firma Syngenta, die auf zwei rund 850 Quadratmeter grossen Flächen einen pilzresistenten Weizen ausbringen will, warf den Umweltschützern vor, bei ihrer Aktion irrtümlich auch die Felder von benachbarten Bauern zerstört zu haben.

Am 29.3.2004 hatten die Grünen im Bayerischen Landtag eine Anhörung "Bausteine einer gentechnikfreien Landwirtschaft in Bayern. Dr. Sepp Dürr, Fraktionsvorstand und Biobauer, beklagte die Tatsache, dass Biobauern, die ökologischen und nachhaltigen Landbau zum Erhalt der Umwelt betreiben, Gutachten und Nachweise ihrer naturgemäßen Wirtschaftsweise selbst bezahlen müssen, während konventionelle Bauern, die z.T. die Umwelt schwer belasten, keine zusätzlichen Ausgaben haben. Auch ein Sprecher der Imker kritisierte diese zusätzliche Belastung für Hersteller biologischer Produkte.

Das "Schwedische Zentralamt für Landwirtschaft" dagegen hat den Anbau und die Verarbeitung von gentechnologisch verbesserten Industriekartoffeln befürwortet und einen entsprechenden Vorschlag der EU zur Zustimmung zugeleitet. Dies berichtet LME aktuell. Der Verzehr der Industriekartoffeln durch den Menschen sei nicht vorgesehen. Die Inhaltsstoffe der Gen-Kartoffel sollen in der schwedischen Papierindustrie zur Verbesserung der Papierqualität genutzt
werden. (29.04.04)

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