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Deutsche geben immer weniger Geld für Essen aus

von Redaktion (Kommentare: 0)


Während sich die Gesamtausgaben für privaten Konsum in den letzten 40 Jahren im Jahr 2000 verdoppelt haben, halbierten sich die Ausgaben für Lebensmittel und Essen außer Haus (16 % im Jahr 2000), berichtet agrar.de. WissenschaftlerInnen aus dem Forschungsverbund "Ernährungswende" haben dies analysiert und die Ergebnisse im Diskussionspapier "Lebenszykluskosten für Ernährung" veröffentlicht.

"Im Zusammenhang mit dem immer größer werdenden Preisdruck entlang der Lebensmittelkette könnte man diese Entwicklung als immer geringere ökonomische Wertschätzung für Ernährung interpretieren", sagt die Projektleiterin des Forschungsverbunds "Ernährungswende" Dr. Ulrike Eberle. Die Vermarktung hochwertiger, umweltverträglich produzierter und risikoarmer Nahrungsmittel werde dadurch nicht leichter.


6.341 Euro haben deutsche KonsumentInnen im Jahr 2000 im Schnitt pro Kopf in ernährungsrelevante Produkte investiert, rund zwei Drittel davon, nämlich 4.227 Euro, gaben sie für Lebensmittel und Außer-Haus-Verzehr aus. In absoluten Zahlen hat sich gegenüber 1962/63 daran kaum etwas geändert, jedoch lagen die Gesamtausgaben für privaten Konsum damals bei etwa der Hälfte der heutigen.

Trifft die Einschätzung der Ökotrophologin Eberle zu, werden die Bedingungen für eine dringend erforderliche Ernährungswende durch diese Entwicklung nicht leichter. Auch Verbraucherministerin Renate Künast hat unlängst Alarm geschlagen und fordert in einer Regierungserklärung vom 17. Juni "eine neue Ernährungsbewegung für Deutschland".

"Ernährungswende" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsverbundes Ökoforum unter der Leitung des Öko-Instituts, an dem das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das KATALYSE-Institut für angewandte Umweltforschung und das Österreichische Ökologie Institut für angewandte Umweltforschung beteiligt sind. Das Forschungsvorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" gefördert. Das Projekt läuft über den Zeitraum 2002 bis 2005. (25.08.04)

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