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Bulgarien: Wachstumsmarkt Bio-Lebensmittel

von Redaktion (Kommentare: 0)


In Bulgarien wird seit 1990 ökologische Landwirtschaft betrieben. Damals - nach Ende des sozialistischen Systems - wurde das Ackerland in kleinen Flächen an viele kleine Neubauern verteilt. Die meisten ökologischen Betriebe wirtschaften daher heute auf weniger als einem Hektar. Häufig sind sie bezüglich Investitionen und Lieferverträge auf ausländische Firmen angewiesen.

 

Die EU sowie auch die bulgarische Regierung fördern die Umstellung auf den ökologischen Landbau und subventionieren Bio-Landwirte und Lebensmittelproduzenten. Seit 2006 erhalten Landwirte über Mittel aus dem SAPARD-Programm (Special Accession Programme for Agriculture and Rural Development) während einer dreijährigen Umstellungsperiode auf ökologische Landwirtschaft finanzielle Unterstützung. Ziel des Programms war die Vorbereitung Bulgariens auf den Beitritt zur Europäischen Union.


Im Moment werden 90 % aller bulgarischen Biolebensmittel in wohlhabendere EU-Mitgliedsstaaten exportiert. Die Erzeugnisse des Landes umfassen Früchte (Äpfel, Pfirsiche, Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren und Pflaumen sowie Trauben zur Weinherstellung), Nüsse (Walnüsse und Mandeln), Kräuter und Gewürze (Dill, Pfefferminze, Lavendel und viele andere) sowie auch essentielle Öle, Tabak und Gemüse. Kühe, Schafe und Ziegen werden für die Milch-, Joghurt- und Käseproduktion gehalten. Auch Lamm- und Kalbfleisch sowie ökologischer Schinken und Honig werden produziert. Zusätzlich gibt es
große, ökologisch zertifizierte Gebiete zum Sammeln von wilden Früchten, Kräutern und Pilzen. Es wird angenommen, dass im Moment ca. 60 % aller unverarbeiteten Produkte aus Wildsammlung stammen. Ökologisches Rosenöl, Tabak, Wein und Obst werden als die Güter mit dem höchsten Potenzial für das Land angesehen. Auch ökologische Aquakultur scheint aufgrund der günstigen natürlichen Bedingungen vielversprechend.

 

Laut dem Lautwirtschaftsministerium gibt es zurzeit neun zertifizierte Öko-Verarbeiter. Sie vertreiben getrocknete und gefrorene Kräuter, Sämereien, (Wild-)Früchte, Gemüse, Honig und Rosenöl. Im Folgenden sind einige Beispiele für verarbeitende Betriebe aufgeführt, die Webseiten im Internet unterhalten:

 

· IRA-EKO Ltd. (http://www.ira-eko.com): getrocknete Kräuter, Gewürze, Saaten und Wurzeln

· Biostart Ltd. (http://biostart.cbivel.org/): Kräuter, Gewürze, Obst, Gemüse

· Ecomaat Ltd. (http://www.ecomaat.com/): Ätherische Öle und Kosmetikartikel

· Cooperative Bio-Bulgaria (http://www.biobulgaria.hit.bg/): Ätherische Öle, Kräuter und Obst, Milchprodukte, Fleisch und Honig

· Balkan Bioherb (http://www.euroherb.nl/uk/BULGARIA.asp): Kräuter und Gewürze – in Kooperation mit der holländischen Firma Euroherb

 

Das Ministerium kündigte an, die ökologische Landwirtschaft und die Nahrungsmittelverarbeitung im Jahr 2007 mit ca. 12,6 Millionen Euro zu unterstützen, um den inländischen Markt anzukurbeln und Anteile am europäischen Markt zu gewinnen.

 

Entsprechend den strategischen Zielen des nationalen Plans sollen bis 2013 8 % des Agrarlandes in Bulgarien ökologisch bewirtschaftet werden (in 2005 waren es ca. 0,3 % bei 9.600 ha). 3 % der Lebensmittel, die dort verkauft werden, sollen dann ökologisch sein. Zusätzlich sollen die Gesetzgebung, die Bildungsarbeit und die Forschung sowie die Zertifizierung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft in den nächsten Jahren verbessert werden. Die bulgarische Gesetzgebung zu genetisch veränderten Organismen (GVO) ist bereits sehr restriktiv, was die ökologische Landwirtschaft begünstigt und Konflikten zwischen ökologischen und konventionellen Landwirten vorbeugt.

 

(Quellen: organic-market.info, ZMP, ITC, sofiaecho.com, eastbusiness.org, fruchtportal.de, bulgaria.de, cee-foodindustry.com)

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