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Bündnisgrüner Antrag zum Ausbau der Ökolandbauforschung

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen brachte einen Antrag "Forschung für den ökologischen Landbau ausbauen" in den Bundestag ein.

 

Hintergrund des Antrages ist es, dass die Forschung für den Ökolandbau im Vergleich zur Forschung rund um den konventionellen Landbau und vor allem gegenüber der Forschung zu Grünen Gentechnik mit erheblich weniger öffentlichen Forschungsmitteln ausgestattet ist. Forschung ist aber auch für den Ökolandbau eine wichtige Voraussetzung für seine Fortentwicklung. Daher gilt es, die Ökolandbauforschung deutlich zu stärken.

 

Konkret fordern die Bündnisgrünen die Bundesregierung auf:

 

● die temporäre Forschungsförderung im Rahmen des Bundesprogramms Ökolandbau in ein permanentes Forschungsbudget für ökologischen Landbau des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz umzuwandeln;

 

● das Institut für Ökolandbau des Johann Heinrich von Thünen-Instituts auszubauen und interdisziplinäre, querschnittsorientierte Forschung zum ökologischen Landbau verstärkt auch an den anderen Forschungsanstalten durchzuführen;

 

● das Forschungsbudget für ökologischen Landbau deutlich zu erhöhen und auf bisher nahezu unbearbeitete Forschungsfelder wie die ökologische Pflanzen- und Tierzucht, die ökologische Tier- und Pflanzenernährung, den ökologischen Weinbau und den biologischen Pflanzenschutz auszuweiten; hierfür sollten alle für die Forschung zur Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere vorgesehenen Mittel eingesetzt werden;

 

● im Rahmen des beim Bundesministerium für Bildung und Forschung angesiedelten Projektes zur Etablierung von Kompetenznetzen in der Agrar- und Ernährungsforschung ein Cluster dem Ökolandbau zu widmen;

 

● die Forschungsmittel für eine ökologische Landwirtschaft zu verstärken, die den Anbau von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen für Energie und Chemie integriert und den Konflikt um die Flächen entschärft, wie beispielsweise Agroforstsysteme oder Mischfruchtanbau;

 

● sich dafür einzusetzen, dass wichtige andere deutsche Forschungsträger wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, das Forschungszentrum Jülich oder die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe sich des zukunftsträchtigen Forschungsthemas Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft verstärkt annehmen und

 

● sich auf europäischer Ebene für die Etablierung einer Technologieplattform für ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und deren finanzieller Unterstützung durch die Europäische Kommission stark zu machen sowie darauf hinzuwirken, dass in den Forschungsrahmenprogrammen ein stärkeres Gewicht auf ökologische Landwirtschaft gelegt wird.

 

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