Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Bleibt mir vom Acker - Es gibt ein Recht gegen Gentech-Kontamination

von Redaktion (Kommentare: 0)


"Der Bericht der EU-Kommission über die Durchführung der einzelstaatlichen Maßnahmen für die Koexistenz gentechnisch veränderter, konventioneller und ökologischer Kulturen belegt wiederum, dass die Kommission dem Europäischen Parlament und Rat endlich einen Gesetzesvorschlag zur Koexistenzregelung vorlegen muss, der sicher stellt, dass das Recht der Bäuerinnen und Bauern, der Verbraucherinnen und Verbraucher auf Kontaminationsfreiheit geschützt wird", erklärt Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf (Bild), Berichterstatter des Europäischen Parlaments zur Koexistenz von gentechnisch veränderten, konventionellen und ökologischen Nutzpflanzen. "Die Anwender von GVO müssen sicherstellen, dass ungewollte Kontaminationen verhindert werden. Der im Gesetz vorgesehene Kennzeichnungsgrenzwert gilt ausschließlich für zufällige und technisch unvermeidbare Verunreinigungen. In einigen Mitgliedstaaten wird diese Regelung offenbar zu lasch ausgelegt und die Notwendigkeit für strenge Haftungsregeln nicht erkannt. Auf EU-Ebene fehlen immer noch klare Regeln zum Umgang mit der Koexistenz, unterdessen werden aber immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen in undemokratischen Verfahren für den Anbau in der EU zugelassen."

 

"Das europäische Parlament fordert seit 2003, dass für die Bäuerinnen und Bauern die Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Saatgut für die Zukunft gesichert werden muss. Dafür brauchen wir eine Kennzeichnung von GVO-kontaminiertem Saatgut ab der technischen Nachweisgrenze ", fordert Graefe zu Baringdorf, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im EU-Parlament. "Paragraph 26 a der Richtlinie 2001/18 gebietet den Mitgliedstaaten geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das unbeabsichtigte Vorhandensein von GVO in anderen Produkten zu verhindern. Dieser Paragraph muss von der Kommission endlich im Wortlaut ausgelegt werden: Die Kommission muss den Staaten und Regionen das Recht gewähren, auch auf politisch-administrativem Wege gentechnikfreie Regionen zu schaffen, wenn ökonomische oder ökologische Erwägungen dies erfordern."

 

"Dass sich gestern die Umweltminister vieler EU-Mitgliedstaaten kritisch zur bisherigen Politik der GVO-Zulassungsverfahren geäußert haben, gibt Anlass zur Hoffnung. Die Konferenz der österreichischen Präsidentschaft und der EU Kommission zur Koexistenz Anfang April in Wien muss zum Startpunkt für eine europäische Rahmengesetzgebung werden", so Graefe zu Baringdorf, Europaabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen.


 

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige