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Bis zum 15. Mai auf Ökolandbau umstellen!

von Redaktion (Kommentare: 0)


Auf der Informationsveranstaltung der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. an der FH Eberswalde am letzten Freitag stand für die Landwirte am Ende fest: Wer bereits mit dem Gedanken gespielt hat, auf den ökologischen Landbau umzustellen, sollte dies nun tun - noch nie waren die Vermarktungssituation und die Perspektiven für Einsteiger in den Biomarkt so gut wie jetzt.  

 

Doch die Zeit eilt: Spätestens am 15. Mai müssen sich Landwirte und Gärtner entschieden haben und ihre Absichten formal im Rahmen des jährlichen Förderantrages bekunden. Auch Betriebe, die sich noch nicht ganz sicher sind, können getrost ihr Bio-Kreuz auf dem Antrag machen: Da die Rückmeldung einer Öko-Kontrollstelle beim jeweiligen Landwirtschaftsamt erst zum 01.07. vorliegen muss, haben unentschiedene Betriebsleiter ausreichend Gelegenheit, um sich über die Anforderungen, Vermarktungsperspektiven und -möglichkeiten einer Umstellung zu informieren. 

 

Die Gründe für die Empfehlung der Experten sind vielfältig: Erst kürzlich hat die EU den Einsatz von Umstellungsware in der Futterration auf Biobetrieben auf bis zu 80 % erhöht, so dass Umstellungsbetriebe ihr ökologisch erzeugtes Getreide auch während der 2jährigen Umstellungszeit gut vermarkten können. 

 

Ein wichtiges Signal ist außerdem die Wiedereinführung der Umstellungsförderung durch das Brandenburger Landwirtschaftsministerium: die aktuellen Fördersätze für Acker- und Dauergrünland betragen 120 €/ha bzw. 137 €/ha (bei einem Tierbesatz von > 03 GV/ha LN), für Gemüse/Zierpflanzen sowie Beerenobst, Heil- und Gewürzpflanzen werden 220 €/ha und für Dauerkulturen 530 €/ha gezahlt.

 

Da die regional ansässigen Erzeugergemeinschaften Biokorntakt, Bio Fleisch Nord Ost und die Naturland Marktgesellschaft dringend neue Lieferanten suchen, unterstützen auch sie die Umstellungsbetriebe mit Beratung, der Beschaffung von Saatgut oder dem Gewähren von Finanzierungshilfen, z.B. für die Vorfinanzierung von Futter. Im Mittelpunkt steht jedoch die Möglichkeit der Erzeugerzusammenschlüsse, bei Verarbeitern und Vermarktern nicht nur höhere Preise, sondern auch langfristige Verträge auszuhandeln. Weiterhin bieten einzelne Verarbeiter sogar eigene Programme für Umstellungsbetriebe an.

 

Wer sich nicht einer Erzeugergemeinschaft anschließen kann, sollte seine Produkte direkt an den Einzelhandel liefern: So beschrieb Kolja Laube, Einkaufsleiter bei Bio Company, eindruckvoll, welche Produkte die Berliner Biosupermarktkette gerne aus der Region listen würde, wenn es diese denn aus Brandenburger Produktion gäbe. Besonders gefragt sind Tafelobst, Beerenobst, Spargel und Erdbeeren. 

 

Die Informationsveranstaltung wurde von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. in Kooperation mit den Anbauverbänden Bioland, Biopark, Demeter, Gäa Nordost und Naturland veranstaltet. 

 

Alle relevanten Daten von Vermarktern, Anbauverbänden und Zertifizierungsstellen gibt es auf Anfrage bei der FÖL e.V. oder unter www.bio-berlin-brandenburg.de.

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