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Bioland schlägt „Biodiesel“ als Unwort des Jahres 2009 vor

von Redaktion (Kommentare: 0)


Kraftstoffe aus der Agro-Produktion gewinnen an Bedeutung und belegen bereits heute über 10 % der gesamten Anbaufläche in Deutschland. „Was im Biokraftstoffquotengesetz und allgemein als Bio-Sprit, Bio-Diesel oder Bio-Ethanol bezeichnet wird, hat mit Bio nichts zu tun. Die Vorsilbe Bio bei diesen Produkten ist eine klare Täuschung, die die Produzenten und die Politik bewusst in Kauf nehmen“, warnt Bioland Präsident Thomas Dosch. Für Lebensmittel sei das Prädikat „Bio“ gesetzlich klar definiert und an strenge Produktionsauflagen ohne synthetische Stickstoffdünger, Pestizide und Gentechnik geknüpft. „Agro-Kraftstoffe“ sollten daher trotz ihrer landwirtschaftlichen Herkunft ehrlicherweise als Agro-Diesel, Agro-Sprit usw. bezeichnet werden. Deshalb hat Bioland „Biodiesel“ als Unwort des Jahres 2009 beim Institut für Deutsche Sprache und Literatur
vorgeschlagen.

 

Der Bioland Verband steht der Produktion von Agro-Kraftstoffen auch aus anderen Gründen kritisch gegenüber: Die Energieerzeugung auf dem Acker kann zukünftig nur begrenzt einen Beitrag zur Energieversorgung sicherstellen, da die Agrarflächen nicht beliebig vermehrbar sind. Allein um den weltweiten Anteil der Agro-Energie von derzeit 10 auf 20 % zu verdoppeln, müssten zusätzlich 500 Millionen Hektar Ackerfläche gewonnen werden. Diese Fläche ist aber nicht verfügbar. Zudem wird die weiter steigende Weltbevölkerung die globale Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln verstärken.

 

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