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Bioland gewinnt Klage wegen illegaler Gen-Raps Ausbringung

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat Mitte Januar 2009 der Klage des Bioland Landesverbandes Niedersachsen stattgegeben und das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig zur Offenlegung der flurstücksgenauen Standorte verpflichtet, auf denen drei niedersächsische Landwirte im Herbst 2007 gentechnisch kontaminiertes Raps-Saatgut ausgebracht hatten.

"Dies ist eine wichtige Entscheidung für unsere Betriebe", so Harald Gabriel Geschäftsführer des Niedersächsischen Biolandverbandes. "Für Biolandwirte und Imker ist es existenziell wichtig zu erfahren, wo Genpflanzen angebaut werden, unabhängig davon ob dies wissentlich oder unwissentlich geschieht.“ Gerade Gen-Raps ist eine besonders problematische Frucht, bei der eine Koexistenz mit Nicht- GVO Anbau praktisch unmöglich ist.

Bioland hatte bereits im Oktober 2007 beim Umweltministerium nach dem Niedersächsischen Umweltinformationsgesetz die Auskunft beantragt, auf welchen flurstücksgenauen Standorten in Niedersachsen das kontaminierte Saatgut mit dem bis heute nicht zugelassenen Gen-Raps angebaut worden ist und welche konkreten Anordnungen zur Vernichtung des Gen-Raps das Land Niedersachsen gegenüber den Landwirten erlassen hat.

Auch Greenpeace, das die Bioland-Klage unterstützt hatte, begrüßt die Braunschweiger Entscheidung. Gemeinsam fordern Bioland und Greenpeace, dass es neben dem bisherigen Standortregister für Genpflanzen ein weiteres Flächenregister geben muss, auf dem auch der unbeabsichtigte Anbau von Genpflanzen flurstückgenau verzeichnet wird.

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