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Bioland: Milchquotenerhöhung gefährdet Milchviehbetriebe

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die EU-Kommission hat eine zusätzliche Aufstockung der Milchquoten um 2 % ab ersten April nächsten Jahres vorgeschlagen. Stattdessen fordert die Milchindustrie die Reduzierung der Superabgabe, einer Strafgebühr bei Mengenüberlieferung des jeweiligen Milchkontingentes.

 

Bioland lehnt sowohl eine Quotenerhöhung als auch die Senkung der Superabgabe ab. Beide Vorschläge verfolgen das Ziel, die Milchproduktion in Europa zu steigern. „Wir befürchten, dass durch beide Maßnahmen die Erzeugerpreise für die Milchbauern wieder erheblich unter Druck kommen werden", so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. „Die Märkte reagieren sehr sensibel auf geringfügige Mengenverschiebungen. Die erst kürzlich gestiegenen Erzeugerpreise sind existentiell wichtig und würden sehr schnell wieder einbrechen“, warnt Dosch.

 

Gerechte Milchpreise für die Erzeuger und der Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft sind nur über eine wirksame Mengenbegrenzung zu erreichen. Andernfalls führe das Prinzip „Wachsen oder Weichen“ gerade in landschaftlich attraktiven aber wirtschaftlich benachteiligten Gebieten zu einem Höfesterben.

 

Bioland fordert die EU-Kommission und die Bundesregierung auf, keine vorschnellen Beschlüsse zu Lasten der Milcherzeuger zu fassen.

 

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