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Bioland fordert Aufklärung zu GVO-Mais

von Redaktion (Kommentare: 0)


Angesichts der Ausbringung von gentechnisch verändertem Saatgut in Baden-Württemberg fordert Bioland die Aufklärung und die Vernichtung der bereits aufgelaufenen Maispflanzen. Zehn Landwirte in Baden-Württemberg haben in diesem Frühjahr unwissentlich auf rund 170 Hektar Maissaatgut ausgebracht, das mit der gentechnisch veränderten Maislinie NK 603 verunreinigt war. Die Gehalte an GVO in dem Saatgut lagen unterhalb der Bestimmungsgrenze von 0,1 % und über der Nachweisgrenze von 0,03 %. NK 603 hat eine Zulassung der EU zur Verwendung als Futtermittel und als Nahrungsmittel. Die Sorte darf in der EU nicht angebaut beziehungsweise ausgesät werden.

Für die Aussaat und den Anbau der gentechnisch veränderte Maislinie NK 603 gebe es in der EU keine Zulassung, betonte der Bioanbauverband. Der Vorfall zeige unmissverständlich, dass eine "Koexistenz" mit gentechnisch veränderten Nutzpflanzen nicht möglich sei. Der Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg, Matthias Strobl, befürchtet, dass die schleichende Kontamination des gentechnikfreien Saatguts schon begonnen habe. Die Verfügbarkeit von reinem, gentechnikfreiem Saatgut müsse gewährleistet bleiben, forderte Strobl.

Die Behörden der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz empfehlen den betroffenen Landwirten, die bereits aufgelaufenen Maispflanzen umzubrechen und eine Neuaussaat vorzunehmen.

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