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Bioland - Stellungnahme zum Eiertest bei ARD "Plusminus"

von Redaktion (Kommentare: 0)


Eier stammen meist von Hühnern, die keinen Auslauf haben, deren Schnäbel beschnitten wurden und die synthetische Eierdotterfarben und Genfutter fressen. Gerade diese Eier wurden am 24.08.2004 in der ARD-Sendung "Plusminus" im Vergleichstest mit herkömmlichen Eiern vom Wochenmarkt und aus Bioerzeugung als Sieger bewertet. Der Test berücksichtigte hierbei nur sensorische und haptische Eigenschaften.

Die Prüfung der Eier ließ einen Vergleich hinsichtlich der Produktions- und Lagerbedingungen und des Alters außer Acht, obwohl gerade diese die Qualität maßgeblich beeinflussen. Hervorgehoben wurde, dass das Ei eines Discounters unter sieben Cent, ein Bio-Ei hingegen 25 Cent kosten würde. "Plusminus hat mit seinem Test allen Landwirten geschadet, die große Anstrengungen unternehmen, ihre Tiere artgerecht zu halten. Jene Kunden, die eine nachhaltige Landwirtschaft mit Tier- und Umweltschutz und mehr Sicherheit unterstützen wollen, wurden durch die Sendung unnötig verunsichert. Klar ist, dass ein Sieben-Cent-Ei zu Lasten der Tiere, der Bauern und der Kunden geht", kritisiert Bioland Bundesvorstand Thomas Dosch.

Biogeflügelerzeuger füttern ihre Tiere mit Biofutter,
das ohne synthetische Pestizide und leichtlöslichem Stickstoffdünger erzeugt wurde. Die Verwendung von Genmais, Gensoja oder antibiotischen Leistungsförderern ist ebenso unzulässig wie die Verfütterung von synthetischen Eierdotterfarben zum Aufbau eines leuchtenden Eigelbs.

Biohühner leben in einem vielfältig gestalteten Stall mit Sitzstangen und Sandbad. Mindestens ein Drittel der Stallfläche muss eingestreut sein, damit die Tiere scharren können. Anders als die konventionellen Artgenossen müssen Biohühner vom Stall aus Zugang zu einem überdachten Auslauf im Freien haben, den sie das ganze Jahr über aufsuchen können. Die Vorgaben für Fütterung der Biotiere und aufwändiger gestalteterer Ställe und Ausläufe verursachen zusätzliche Kosten, die sich auf das Bio-Ei niederschlagen.

Weitere Informationen zu den verschiedenen landwirtschaftlichen Nutztieren sind unter http://www.biotiere.de eingestellt. Neben Hintergrundinformationen finden Multiplikatoren und Verbraucher eine tabellarische Gegenüberstellung der unterschiedlichen Wirtschaftsweisen sowie Fotos und Rezepte. (03.09.04)

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