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Bio in den europäischen Nachbarländern

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Bio-Gemüsemarkt in Großbritannien wuchs laut einer von DEFRA finanzierten Studie der Henry Doubleday Research Association letztes Jahr weiter. Insgesamt wurden 2004/2005 152.000 Tonnen Bio-Gemüse gehandelt, was einer Zunahme von 23 % gegenüber dem Vorjahr und einem Gesamteinzelhandelswert von 223 Mio. £ entspricht. Die Selbstversorgung Großbritanniens mit biologischem Gemüse stieg leicht auf 64 % (gegenüber etwa  60 % vor drei Jahren). Vorverpacktes bestimmte den Markt mit 60 % der gehandelten Tonnenmenge.  "Die Studie deutet auf einen weiter wachsenden Markt hin, aber die unzureichende Anzahl von Vorverpackern und Großhändlern könnte den Sektor in Zukunft einschränken", kommentierte die Forschungsverantwortliche Natalie Geen.

 

Nach einer Auswertung der Agentur BIO durch das Institut CSA kauften in Frankreich 47 % der Verbraucher im Jahr 2005  Bio-Produkte, wobei der Konsum von Obst und Gemüse an der Spitze steht. Im Jahr 2004 waren es 44 %, 2003 37 %. Die Bio-Produkte verankern sich immer stärker im Konsumverhalten der Franzosen, heißt es in der Studie. Rund 73 % kaufen regelmäßig Bio-Obst und -Gemüse, 61 %der Konsumenten greifen zu Bio-Eiern. Mehr als 80 % der Franzosen haben ein positives Bild von „Bio“, und fast jeder zweite fühlt sich den Werten des ökologischen Landbaus nahe. Eine Grundtendenz, zu der ein zunehmendes Interesse für die positiven Auswirkungen der Methoden landwirtschaftlicher Produktion auf die Umwelt kommt. Etwa 90 % der Franzosen glauben, dass die Bio-Produkte dazu beitragen, die Umwelt zu schützen.

 

In Tschechien hingegen ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche erstmals seit 1995 geschrumpft. Nach Erhebungen des dortigen Landwirtschaftsministeriums umfasste sie Ende 2005 rund 255.000 Hektar, das waren gut drei Prozent weniger als im Jahr vorher. Die Zahl der nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus wirtschaftenden Betriebe sank um sieben auf 829. Der Öko-Anteil an der gesamten Nutzfläche in Tschechien betrug rund 6 % Prozent und liegt damit leicht über dem EU-Durchschnitt. Zum Vergleich: In Deutschland wurden zuletzt etwa 4,5 % der Fläche ökologisch bewirtschaftet. Bis zum Jahr 2010 will das tschechische Landwirtschaftsministerium einen Anteil von zehn Prozent erreichen.

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