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Bio in Österreich: Politik versus Konsumentenwünsche

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der österreichische Markt für frische Lebensmittel (exklusive Brot) ist 2005 um 1,4 % auf 4,79 Milliarden Euro gewachsen. Daran ist laut Agrarmarkt Austria der boomende Bio-Bereich mit einem Wertplus von 13,3 % und einem Mengenplus von 12,7 % maßgeblich beteiligt.

 

Doch die Politik will scheinbar mit der Entwicklung nicht Schritt halten. SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Gabi Arenberger ist enttäuscht über den von Landwirtschaftsminister Pröll ausgehandelten „Grünen Pakt“ über die
Neuausrichtung des Agrar-Umweltprogramms in der Förderperiode ab 2007: „Damit ist ein weiterer Rückschlag für die kleineren landwirtschaftlichen Betriebe und die ökologisch nachhaltige Landwirtschaft programmiert.“

Ein wesentlicher Kritikpunkt Arenbergers ist die Weigerung der ÖVP, die verpflichtende Verwendung von gentechnikfreiem Saatgut als Kriterium für Förderungen festzuschreiben.

 

Zweites schweres Defizit des „Grünen Paktes“ sei die massive Reduktion der Förderungen für Biobauern. „Betriebe im Bereich der biologischen Landwirtschaft müssen mit Einbußen von bis zu 30 % rechnen, während die Agrar-Riesen mit einem Plus aussteigen“, so Arenberger. Prölls Verhandlungsergebnis sei „maßgeblich von politischen Lobby-Interessen bestimmt“, bedauert die SPÖ-Landtagsabgeordnete: „Die österreichische Agrarpolitik macht damit einen weiteren großen Schritt in die falsche Richtung.“

 

Unternehmen hingegen wollen der gestiegenen Nachfrage Rechnung tragen. Der österreichische Fruchtsafterzeuger Spitz aus Attnang-Puchheim erweitert sein Sortiment in Richtung "bio". Zehn Millionen Euro hat das Unternehmen in die neue "Aseptik-Füllanlage" investiert. Mit dieser Anlage können Säfte ohne Erhitzung und Konservierungsstoffe keimfrei abgefüllt werden. Damit eröffnet sich Spitz neue Marktchancen im Bereich Bio-Fruchtsäfte und aromatisiertes Mineralwasser.


 

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