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Bio Suisse verzichtet auf Hybridgetreide

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Vereinigung der Schweizer Biolandbau-Organisationen Bio Suisse hat sich gegen Hybridgetreide ausgesprochen. Mit dem Entscheid der Delegierten ist die Verwendung von Hybridsaatgut im Getreidebau (außer Mais) ab dem 1. Januar 2007 nicht mehr zulässig. Als Nachteil führten Fachleute vor allem die Verarmung der genetischen Vielfalt an. Zudem könnten plötzlich auftretende Epidemien alle Pflanzen eines Feldes befallen. Da die Samen von Hybridsorten nicht mehr weiterverwendet werden können, würde dies zu einer Abhängigkeit gegenüber den Saatgutfirmen führen. Die Präsidentin von Bio Suisse, Regina Fuhrer, betonte, der Biolandbau müsse zur Vielfalt im Anbau beitragen. Hybridzüchtung dagegen rufe förmlich nach Gentechnik, denn viele für die Hybridzüchtung notwendige Eigenschaften seien bislang nur durch aufwändige Rückkreuzungsprogramme in die Zuchtlinien zu bringen. 

 

Ebenfalls als Entscheidung der Delegierten hat Bio Suisse die Aufnahme von sozialen Anforderungen in ihren Richtlinien beschlossen. Das soll u.a. ermöglichen, dass die Anforderungen für korrekte Arbeitsbedingungen auch im Bereich der Knospe-Importe umgesetzt würden. Der Standard deckt die vier wesentlichen Gesichtspunkte einer sozial korrekten Anstellung ab: Arbeitsverhältnis, Gesundheit/Sicherheit, Gleichstellung und Arbeiterrechte.

 

Bio Suisse ist außerdem in einem Kooperationsprojekt mit dabei, in dem seit Kurzem schweizerische, deutsche und österreichische Biolandbau-Organisationen länderübergreifendes Fachwissen anbieten. In einer  gemeinsamen Merkblattreihe, gemeinsam mit der Bioland-Beratung, Bio Austria, (FiBL) und KÖN sind Praxisleitfäden erschienen, beispielsweise zum professionellen Anbau von Kartoffeln und Tomaten, zur Regulierung der Ackerkratzdistel, zur Eutergesundheit und zum Kartoffelanbau . Weitere Merkblätter sind in Vorbereitung.                   

 

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