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Bio Suisse gegen sektoriellen Biolandbau

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Schweizer Produzentenorganisation Bio Suisse ist gegen den vom Schweizerischen Getreideproduzentenverband (SGPV) vorgeschlagenen sog. sektoriellen Biolandbau. Der SGPV schlägt in seinem Strategiepapier "Getreide 2015" vor, dass Getreideproduzenten lediglich den Ackerbau auf Bio umstellen, die Tierhaltung aber weiterhin konventionell betreiben dürfen. Damit könnte mehr Biogetreide produziert werden, so der Verband.

Der Präsident der Bio Suisse-Fachkommission Ackerkultur, Daniel Otti hält dagegen die gesamtbetriebliche Umstellung für einen der wichtigsten Grundsätze des Biolandbaus. Otti ist sich sicher: Würde die Gesamtbetrieblichkeit aufgehoben, würde das Symbol für biologische Erzeugung, die Knospe, bei den Konsumentinnen und Konsumenten massiv an Glaubwürdigkeit verlieren.

Der Getreideproduzentenverband begründet seine Forderung damit, dass das Angebot an Biogetreide stark unter der Nachfrage liege und daher ein sehr hoher Prozentsatz von Brot- und Futtergetreide importiert werden müsse. Bei Bioweizen seien dies 75 bis 80 %, beim anderen biologischen Brot- und Futtergetreide 50 bis 70 %. Im Hinblick auf Kontrolle und Rückverfolgbarkeit des im Ausland produzierten Biogetreides sei Getreide aus inländischem sektoriellem Biolandbau wäre viel sicherer als die importierte Ware, betonte SGPV-Präsident und Getreideproduzent John Dupraz. (04.10.04)

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