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Bio Austria unterstützt Forderung des Europaparlaments

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Europäische Parlament hat über seinen Bericht zur Revision der EU-Bioverordnung beraten und diesen am 29.3. schließlich wieder zurück in den Agrarausschuss  verwiesen. Damit blockiert das Europaparlament bewusst die Inkraftsetzung der im Dezember 2006 vom Ministerrat in seinen Gründzügen bereits beschlossenen Verordnung.

Josef Amerstorfer, Bio Austria-Sprecher für die Revision der Biolandbau-Verordnung kommentiert die Entscheidung des Europaparlaments: „Das Europäische Parlament insistiert mit seinem heutigen Beschluss, dass die neue EU-Biolandbauverordnung in vielen Punkten verbessert werden muss. Bio Austria hat den vorliegenden Verordnungsentwurf ebenfalls als unausgereift kritisiert und unterstützt daher im Sinne von ‚Qualität vor Geschwindigkeit’ die Forderung des Europaparlaments nach Verbesserungen.

Das Europaparlament hat sich auch eindeutig für den Schutz der Gentechnik-Freiheit im Biolandbau ausgesprochen. Über den Verzicht auf gentechnisch veränderten Organismen hinaus, sollen auch gentechnische Verunreinigungen von Außen ausgeschlossen werden. Die österreichischen Biobauern unterstützen diese Forderung, halten die Verankerung von extra Grenzwerten für Verunreinigungen in Bio-Produkten jedoch nicht für den richtigen Weg dieses Ziel zu erreichen. Das Problem gentechnischer Verunreinigungen etwa durch Pollenflug betrifft sowohl biologische, als auch konventionell gentechnik-frei wirtschaftende Bauern und muss daher für alle Bauern gleichermaßen gelöst werden. Bio Austria will daher keinen extra Grenzwert in der Biolandbauverordnung verankern, sondern fordert eine Verschärfung im allgemeinen Gentechnik-Kennzeichnungsrecht der EU.

Dass die Frage der Koexistenz von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik sowie die Haftung im Fall gentechnischer Verunreinigungen völlig ungelöst ist, ist der  eigentliche Grund für die Unzufriedenheit des Europäischen Parlaments. Bio Austria fordert die Kommission daher auf, EU-weite Koexistenz- und Haftungsregelungen vorzuschlagen, welche dauerhaft die gentechnik-freie Produktion sicherstellen. Nur so können gentechnische Verunreinigungen im Sinne der Bauern, Verarbeiter und Konsumenten ausgeschlossen werden.“

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