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BioFach-Stand von Kultursaat e.V. und Bingenheimer Saatgut

von Redaktion (Kommentare: 0)


Philetta, Oxhella, Ruth und Avano - Diese klangvollen Namen gehören den neuen Gemüsesorten aus biologisch-dynamischer Pflanzenzüchtung des Vereins Kultursaat. Die Bingenheimer Saatgut AG hat das Saatgut im Angebot und stellt sie auf der BioFach am Demeter-Marktplatz, Halle 7, Stand 111 vor.

 

Der Geschmack war ein wichtiges Selektionskriterium bei ihrer Entstehung und ihre natürliche Nachbaufähigkeit machen diese Sorten politisch, weil sie im Gegensatz zum allgemeinen Züchtungstrend hin zu Gentechnik und Patentierung im konventionellen Sektor, samenfest und für den Ökolandbau speziell geeignet sind. Damit stehen sie ganz im Gegensatz zu den Patentierungsinteressen der global agierenden konventionellen Saatgutindustrie. Zudem liegen die Sortenrechte bei einem gemeinnützigen Verein.

 

Dass diese Sorten im Öko-Landbau funktionieren und auch in der Vermarktung gefragt sind, zeigen zahlreiche Beispiele der sog. Sortenvermarktung „Gemüse mit Charakter“. Bei sechs regionalen Großhändlern, zwei Saftherstellern sowie einer hessischen Lebensmitteleinzelhandelskette werden bereits Gemüse z.B. Rodelika-Möhren mit Sortenbezeichnung und Endkundeninformationen verkauft.

 

Bingenheimer Saatgut AG ist eine kleine Aktiengesellschaft, deren Aktionäre die Förderung einer eigenständigen ökologischen Saatgutarbeit zum Ziel haben. Sie koordiniert die Saatguterzeugung auf kontrolliert ökologisch bewirtschafteten Landwirtschafts- und Gartenbaubetrieben und vermarktet das gereinigte und geprüfte Saatgut an Erwerbs- und Hausgärtner. Zurzeit umfasst das Angebot ca. 360 Sorten Gemüse, Kräuter und Blumen.

 

1994 wurde der gemeinnützige Verein Kultursaat e.V. gegründet, der die biologisch-dynamische Gemüsezüchtung auf heute rund 20 Bio-Betrieben organisiert. Kultursaat e.V. betreibt außerdem Öffentlichkeitsarbeit und informiert über die Ansätze der biologisch-dynamischen Züchtung. Die Eigentumsrechte neu entwickelter Sorten – mittlerweile sind rund 40 Kultursaat-Sorten bei der staatlichen Prüf- und Zulassungsstelle (Bundessortenamt) zugelassen – liegen beim anerkannt gemeinnützigen Verein. Dadurch sind diese Sorten nicht in privatwirtschaftlichem Besitz, sondern „Kulturgut“.

 

Sowohl die Bingenheimer Saatgut AG als auch Kultursaat e.V. legen großen Wert auf Nachhaltigkeit bei der Saatguterzeugung und faire wirtschaftliche Beziehungen. Zusätzlich zur guten fachlichen Praxis im Anbau und den neuen Ansätzen in der Züchtung streben beide Organisationen auch im wirtschaftlichen und sozialen Bereich neue Formen an: Im so genannten Initiativkreis sind etwa 100 Öko-Betriebe zusammengeschlossen, die in Absprache mit der Bingenheimer Saatgut AG das Saatgut erzeugen. Der Schwerpunkt von Züchtung und Saatguterzeugung liegt in Deutschland, nicht wie üblicherweise in Entwicklungsländern. Der Verbund der Erzeugerbetriebe ist in betriebliche Entscheidungen und die Preisgestaltung der Firma eingebunden.

 

www.oekoseeds.de


 

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