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Bio-Schweine gvo-kontaminiert

von Redaktion (Kommentare: 0)


Schweine, die kurze Zeit Futter mit geringen Mengen gentechnisch veränderter Sojabohnen gefressen haben, dürfen nicht mehr als "bio" vermarktet werden, so das Urteil der Kontrollstelle. Im konkreten Fall hatte ein Bio-Schweinezüchter Futter mit einem Sojabohnenanteil von 1,7 % von einem holländischen Öko-Betrieb bezogen. Bei einer Überprüfung durch eine niederländische Zertifizierungsstelle wurde festgestellt, dass in einer bestimmten Lieferung 2,4 % der Sojabohnen gentechnisch verändert waren, so dass das Futter dieser Lieferung nicht mehr als Öko-Produkt verkauft werden durfte.

Als die GVO-Verunreinigung des Sojabohnenanteils festgestellt wurde, waren die 650 Schweine des Landwirts bereits acht Tage lang mit diesem Produkt gefüttert worden. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wies deshalb die Ökoprüfstelle, die für den Betrieb des Landwirts zuständig ist, darauf hin, dass die Schweine nicht als "Bio-Schweine" vermarktet werden dürfen.

 

Das Verwaltungsgericht hat den Antrag des Landwirts auf vorläufigen Rechtsschutz abgelehnt. Der Verbraucherschutz sei gegenüber den wirtschaftlichen Interessen des Erzeugers vorrangig. Ob es tatsächlich zu einer Qualitätsveränderung des Fleisches gekommen ist, sei unerheblich. Nach dem Europäischen Landwirtschaftsrecht darf gentechnisch verändertes Futter im ökologischen Landbau nicht verwendet werden.

 

Der Bio-Bauer hatte den seine Klage damit begründet, er habe von der gentechnischen Veränderung des Futters im Zeitpunkt der Fütterung keine Kenntnis gehabt. Wenn nur 2,4 % der Sojabohnen gentechnisch verändert seien, aber nur 1,7 % Sojabohnen im Futter seien, ergebe sich ein Gesamtanteil von 0,04 % gentechnisch veränderten Materials im Futter. Dieses sei auch nur über einen kurzen Zeitraum verfüttert worden. Könne er seine Schweine nicht als Öko-Schweine vermarkten, entstehe ihm ein Schaden von € 125.000 bis 130.000.

 

 


 

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