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Bio-Schokolade bei Stiftung Warentest abgewertet

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Stiftung Warentest hat in der November Ausgabe der Zeitschrift "Test" 20 Sorten Milchschokolade untersucht. Drei konventionell Produkte der Discounter Lidl und Aldi führen die Riege der elf "guten" Schokoladen an. Am besten schnitt die Vollmilchschokolade Fairglobe von Lidl ab.

 

Beide Bio-Schokoladen im Test wurden dagegen abgewertet. Die Bio-Vollmilchschokolade von Sarotti erzeugte bei den Prüfern nicht nur "ein pulvriges Gefühl, das an feinen Sand erinnert", sondern erschien "deutlich zusammenziehend und brannte und stach" im Mund. Sie erhielt die Gesamtnote "befriedigend".

 

Die Bioschokolade Gepa 3 Fairena hatte mit mehr als 43 % den höchsten Fettanteil. Ihr bescheinigten die Warentester starke sensorische Fehler ("deutliche Fremdnoten in Geruch und Geschmack, sehr fettig"). Zudem enthielt die Schokolade auch ein Konservierungsmittel, das aus der Verpackung stammte. Gepa hat auf die bei Schokolade übliche Alu-Folie verzichtet und statt dessen eine aus Kunststoff verwendet. Etwa jede vierte Tafel war sogar nur in Papier verpackt – die Folie fehlte völlig. "Mangelhaft" lautete deshalb das Qualitätsurteil.

 

Die Gepa nimmt zum Testurteil auf Ihrer Internetseite wie folgt Stellung:

 

"Viele Punkte, die die Fairena Bio Vollmilch auszeichnen und ganz bewusst so in die Rezeptur aufgenommen werden, führten hier zur Abwertung. Die Anstrengung der Gepa, Schokolade zur Vermeidung von gentechnisch veränderten Bestandteilen ohne Sojalezithin zu produzieren, fand keine besondere Erwähnung.

 

Bei der Bewertung der Sensorik fiel besonders stark ins Gewicht, dass die Gepa Bio Fairena Vollmilch nach Ansicht der Tester eine „Fremdnote“ aufweist: „Riecht besonders intensiv mit deutlicher Fremdnote; schmeckt wenig schokoladig und milchig, stark nach Kakao ....“.

Die Fairena Bio Vollmilchschokolade lässt sich nicht mit anderen Vollmilchschokoladen vergleichen, weil sie ganz bewusst mit Bio-Mascobado-Vollrohrzucker anstelle von raffiniertem Weißzucker hergestellt wird. Der Mascobado sorgt für einen charakteristischen Geruch und Geschmack. Gerade der Vollrohrzuckergeschmack ist aber bei den Kunden der Gepa besonders beliebt.

 

Der hohe Fettgehalt der Fairena Vollmilch, der angemerkt wurde, stammt aus der hochwertigen Kakaobutter und dem Bio-Sahnepulver. Weil die Bio Fairena Vollmilchschokolade besonders cremig sein soll (was bei Verwendung von Vollrohrzucker und Verzicht auf möglicherweise gentechnisch hergestelltes Sojalezithin eine Herausforderung ist), wurde bewusst ein hoher Anteil an Kakaobutter und ein Sahnepulver mit hohem Fettanteil verwendet. Besonders lange Conchierzeiten gehören ebenfalls zu den Qualitätsmerkmalen der Gepa-Schokolade.

 

Negativ wurde in der Sensorik auch bewertet, dass die Schokolade „stark nach Kakao“ schmecke. Auch hier hat die Gepa ganz bewusst eine Milchschokolade mit starkem Kakaoanteil von 36 % hergestellt, der über dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum für Vollmilchschokolade von 30 % liegt.

 

Kritisiert wurde außerdem, dass in der Schokolade ein Konservierungsmittel gefunden wurde, das aus der Papierverpackung stammt. Die Gepa nimmt diese Kritik sehr ernst. Der Sachverhalt wird vom Schokoladenverarbeiter intensiv untersucht; darüber hinaus haben die Druckerei und der Papierlieferant bereits neue Papierqualitäten entwickelt, die so schnell wie möglich zum Einsatz kommen.

 

Allerdings wird im Test dieser Punkt nur ganz pauschal erwähnt, ohne die genauen Zahlen anzugeben: Es handelt sich hier um Spuren von 0,03 Milligramm pro Kilo. Die Anforderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung sind erfüllt. Ebenso kann das Produkt als Ware aus ökologischem Anbau in den Verkehr gebracht werden. Dennoch wird die Gepa alles tun, um das Problem zu lösen.

 

„Die Fairena Bio Vollmilchschokolade ist für uns nach wie vor eine Qualitätsschokolade. Der intensive Geschmack, mit dem sie aus dem Rahmen fällt und der eben nicht dem Mainstream entspricht, wird von unseren Kunden besonders geschätzt. Was für uns als Qualitätsmerkmal gilt, führte hier zur Abwertung“, so Gepa-Geschäftsführer Thomas Speck."


 

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