Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Bio-Produktion in Europa

von Redaktion (Kommentare: 0)


Dänemark: Die dänische Aktiengesellschaft Friland will aufgrund der gegenwärtig hohen Nachfrage nach Bio-Schweinefleisch ihre Produktion stark ausweiten, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle ZMP im Juni 2006. Das Unternehmen plant, die Zahl der Schlachtungen von Bio-Schweinen, die im Jahr 2005 bei rund 38.000 lag, bis zum Jahr 2007 auf rund 60.000 zu erhöhen. Nach Angaben des Unternehmens ist es bereits jetzt mit einer jährlichen Absatzmenge von 2.500 Tonnen Bio-Schweinefleisch der größte Vermarkter in Europa. 60 % dieser Menge wurden 2005 ins Ausland exportiert; davon nahmen die Briten rund 78 %, die Deutschen gut 6,5 %. Zur Ausweitung der Produktion sucht das Unternehmen, das zum Danish Crown-Konzern gehört, nun umstellungswillige Landwirte. 

 

Deutschland: Bio-Fleisch und Bio-Wurstwaren aus deutscher Erzeugung könnten den 

hiesigen Verbrauchern in größerer Menge angeboten werden, doch bisher hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher, berichtet die ZMP. Nicht jedes nternehmen, das Fleisch oder Wurstwaren aus hiesiger biologischer Erzeugung ins Sortiment aufnehmen möchte, kann auch die gewünschten Mengen bekommen. Das erklärt den bislang noch relativ bescheidenen Marktanteil von Bio-Fleisch am gesamten Fleischabsatz im Einzelhandel. Der Absatzanteil (ohne Direktvermarktung) beläuft sich nur auf ein knappes Prozent, während beispielsweise Eier auf einen Anteil von 4,5 % kommen. Im laufenden Jahr dürfte das Bio-Fleischangebot aber größer werden. Angesichts der fortgesetzt guten Nachfrage zeichnet sich vor allem eine Ausweitung der Produktion von Bio-Schweinen in Deutschland ab, und im Laufe dieses Jahres dürfte sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage verringern. Das Rinderangebot am deutschen Bio-Markt dürfte hingegen vorerst knapp bleiben, nachdem die Erzeuger wegen unbefriedigender Erlöse in den Vorjahren die Mast eingeschränkt haben.

 

Schweiz: Seit sechs Jahren wird in Monstein, einem kleinen Walserdorf  im Kanton Graubünden Bier gebraut. Im Frühsommer 2006 wurde das Sortiment um ein Bio-Bier 

erweitert: Das "Monsteiner Mungga". Es wird aus Bündner Gerste gebraut  und verhilft dem  Getreideanbau im Bergkanton Graubünden zu neuem Schwung. Als der Bund vor einigen Jahren die Ackerbauprämie von 1200 ChF aufhob, wurde der Getreideanbau im Berggebiet zum Verlustgeschäft. Jetzt bestehen mit den Bio-Brauereien wieder sichere Abnehmer. 

Der Großhändler Coop hat wesentlich zur Realisierung des Bio-Bier-Projekts beigetragen. Das Mungga-Bier wird ab sofort in diversen Gastro-Betrieben und 25 Coop-Filialen in der Ostschweiz angeboten. 

 

Spanien: Nach Angaben der spanischen Landwirtschaftsgesellschaft UPA-PV sinkt die 

valenzianische Produktion von zertifizierten biologischen Zitrusfrüchten, berichtet fruchtportal.de. In dem Zeitraum von 2001-2004 repräsentierten biologische Produkte 2,2 % der Gesamternte. Gleichzeitig haben andere autonome Regionen ihre Bio-Zitrusproduktion erhöht. Die UPA warnt Valencia, nicht zurückzubleiben, weil biologisches Obst und Gemüse in der Zukunft sehr bedeutend sein wird. In Murcia wurde die Bio-Anbaufläche in derselben Periode um 11 % erhöht und in Andalusien um einen Faktor von 1,7 vergrößert. Der Anteil des biologischen Obsts und Gemüses in Katalonien stieg um 18 %. Mithin ist die Bio-Produktion in Andalusien fünfmal so hoch wie in Valencia, so fruchtportal.de weiter.

 

Tschechien: Die Verkäufe auf dem Bio-Lebensmittelmarkt der Tschechischen Republik sind stetig gewachsen: 30 % in 2005 verglichen mit 2004, berichtet fruchtportal.de. Dies macht noch immer nur 0,16 % des Gesamtlebensmittelkonsums in dem Land aus und hat einen Wert von 12.425.000 €.  In 2005 gab es etwa 830 Bio-Betriebe und 125 Bio-Lebensmittelerzeuger. Die Fläche des biologischen Agrarlandes betrug 255.000 ha (5,98 % der Gesamtfläche). Etwa 3.000 Bio-Lebensmittelerzeugnisse werden auf dem Markt verkauft, wovon 2.000 importiert werden. 65 % davon werden in Supermärkten und großen Einkaufsmärkten verkauft, 25 % in speziellen Bio-Läden und 7,5 % auf Bauernhöfe. Jährlich gibt jeder Tscheche durchschnittlich 1,24 € für biologische Nahrungsmittel aus, was 3 % des Durchschnittsbetrags ist, die im westlichen Europa gezahlt wird, berichtet der Prague Daily Monitor. In der Tschechischen Republik sind die Preise für Bio-Nahrungsmittel gewöhnlich zwischen 30 und 40 % höher als für herkömmliche Produkte, heißt es bei fruchtportal.de weiter.
          

 

         

                  

 

 

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige