Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Bio-Produkte bald ohne zusätzliche Aromatisierung?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Für die Verarbeitung von Lebensmitteln legt die EG-Öko-Verordnung genau fest, welche Aromen erlaubt sind. Bio-Verarbeiter dürfen zur Aromatisierung nur ökologische Lebensmittel, Aromaextrakte sowie natürliche Aromen einsetzen. Damit sind für Bio-Produkte deutlich weniger Aromen zugelassen als in der konventionellen Verarbeitung.

Unter den zugelassenen natürlichen Aromen sind allerdings auch solche, die mit Hilfe von Lösungs- oder Extraktionsmitteln gewonnen werden. Viele Verarbeiter, Vermarkter und Verbraucher möchten, dass sich das möglichst bald ändert. Auf einem Workshop des BNN Herstellung und Handel am 18. März in Köln gab es viel versprechende Lösungsansätze. Professor Klaus Lösche vom Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik erläuterte einige physikalische Möglichkeiten, die den Verzicht auf alle chemischen Zusätze demnächst möglich machen könnten.

Interessant besonders für Bio-Molkereien: Bisher ist die Herstellung gerührter Fruchtjogurts vielfach noch schwierig. Man greift daher bei Früchten, deren Fruchtaroma sich besonders schnell abbaut, gerne auf Zweifruchtmischungen zurück. Die Alternative könnte ein Zweischicht-Joghurt sein: Frucht unten, Joghurt oben. Das konserviert den Fruchtgeschmack besser. Einen Jogurt vorher umrühren zu müssen, ist aber nicht bei allen Verbrauchern beliebt. Abhilfe schaffen könnte eine vorherige Erwärmung der Fruchtmischung. Das würde zusätzlich Geschmacksstoffe aus den Früchten freisetzen, die außerdem das Aroma besser bewahren. Ein weiterer Ansatz könnte ein zusätzlicher Zellaufschluss der Fruchtzubereitung durch Gefriertrocknung und anschließende Vermahlung sein. Weitere Aufschlüsse soll ein neues Forschungsprojekt des BNN geben. (07.04.05)

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige