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Bio-Obst mit deutlich mehr Vitalstoffen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Früchte aus biologischem Anbau können messbar mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten als konventionell erzeugte, berichtet Campus Med. Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" berichtet über eine Studie kalifornischer Wissenschaftler, die in der gleichen Region gewachsene ökologische und herkömmlich gezogene Kiwis verglichen. Bio-Kiwis enthielten mehr Polyphenole, gesundheitsfördernde Substanzen, wie sie auch im Rotwein vorkommen. Sie lieferten mehr Vitamin C und wichtige Mineralstoffe. Zudem wirkten sie stärker antioxidativ. Das heißt, sie fangen gefährliche freie Radikale besser ab. Das sei eine Reaktion darauf, dass sie nicht mit Pestiziden behandelt wurden und Schädlinge selbst bekämpfen mussten, so die Vermutung.

 

Forscher des INRA (Französisches Institut für Agrarforschung) in Avignon haben am Beispiel des Pfirsichanbaus den Zusammenhang zwischen der landwirtschaftlichen Praxis (ökologische oder traditionelle Landwirtschaft) und den erzielten Ergebnissen untersucht. Die Studie, die zwischen 2004 und 2005 in der Region Rhône-Alpes durchgeführt wurde, hat deutlich gezeigt, dass die Qualität der Früchte eng mit der Art der Landwirtschaft verbunden ist. Die Forscher analysierten den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Düngemitteln, der Bewässerung, der Baumstärke und der Leistungsfähigkeit der Kulturen, die nach Ertrag und Qualität der Früchte (Zucker- und Polyphenolgehalt) bemessen wird. Hohe Erträge, eine starke Stickstoffdüngung und kräftige Bäume sind der Produktion von Qualitätsfrüchten abträglich. Durch die ökologische Landwirtschaft sind die Bäume schlanker und unterliegen geringeren Interventionen als bei der traditionellen Landwirtschaft. Zwar fallen der Ertrag und die Fruchtgröße geringer aus, die Pfirsiche sind jedoch süßer und erfüllen bessere Voraussetzungen für die Synthese der Polyphenole. Hinsichtlich der Produktqualität und der Auswirkungen auf die Umwelt könnte eine Tendenz hin zur Intensivierung der ökologischen landwirtschaftlichen Praxis, zur Erhöhung des Ertrages und somit der Rentabilität, alle Vorteile dieser Züchtungsmethode verlieren.


Quelle: Pressemitteilung des INRA

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