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Bio-Molkereien und -Verbände solidarisch mit Milchbauern

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Andechser Molkerei Scheitz ist zwar vom Lieferstreik der Milchbauern ebenfalls betroffen, jedoch hat die Geschäftsführerin der Molkerei, Barbara Scheitz, volles Verständnis für die Situation der Milchbauern: "Der BDM-Streik kann nur eine Art „Weckruf“ an die Öffentlichkeit sein, dass Milchbauern, die Molkereien und die Endverbraucher grundsätzliche, jetzt dringend notwendige politische Aktivitäten in den unterschiedlichen, aber zusammenhängenden Politikbereichen fordern". Ihre Lieferanten forderte die Andechser Molkerei auf, sich nicht durch Wegschütten solidarisch zu zeigen, sondern die Milch statt dessen an Bedürftige und Arme, an Altersheime, an Kindergärten, an Krankenhäuser und an Menschen der ‚Münchner Tafel’ zu spenden. Extra für diesen Zweck wird ein Bio-Milch-Sonderfahrzeug herumgerschickt, das diese dafür zurückgehaltene Bio-Milch - unbezahlt - auf Kosten der Molkerei abholt. Dieses gespendete Milchkontingent wird für bedürftige und arme Mitbürger verarbeitet und umsonst abgegeben, wobei sich die Molkerei um Spendenquittungen bemüht.

 

Auch die Molkerei Söbbeke erklärt sich solidarisch mit den Streikenden. "Wir sind zwar selbst nur ganz vereinzelt vom Lieferboykott betroffen, halten das Anliegen der Erzeuger jedoch für durchaus berechtigt", erklärt Pressesprecher Nissen.

 

Bioland-Bauern erklären sich mit allen streikenden Milchbauern solidarisch und unterstützen die Forderung des Bund Deutscher Milchviehhalter nach einem fairen Milchpreis “, so Thomas Dosch Präsident von Bioland. „Der Markt braucht sowohl für konventionell als auch für biologisch erzeugte Milch wirksame Impulse durch die Milcherzeuger. Die positive Entwicklung des Biomilchmarktes hat in den vergangenen Monaten gezeigt, dass Verbraucher bereit sind, die schwierige Lage ihrer heimischen Bäuerinnen und Bauern zu respektieren“. Wenige Cent Ersparnis pro Liter Milch für den Konsumenten summieren sich für einen Milchviehbetrieb mit 200.000 kg Milchmenge auf über 10.000 Euro im Jahr.

 

Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer sieht sich daher ebenfalls wie auch viele Biomilch erzeugende Landwirte solidarisch mit den jetzt streikenden Milchbauern. "Wenn konventionelle Milchbauern durch Politik und Markt gezwungen werden weiterhin nicht kostendeckend zu arbeiten, werden auch die höheren Preise für Biomilch nicht zu halten sein.“ Das wäre angesichts der weiter steigenden Energiepreise wie auch der stetig teurer werdenden Futtermittel eine Katastrophe für die kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe.

 

 


 

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