Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Bio-Landwirtschaft bietet Chancen in der dritten Welt

von Redaktion (Kommentare: 0)


In Brasilien kämpft die Bäuerinnenbewegung für eine umweltfreundliche Landwirtschaft. Die Frauen, die in 15 der 27 brasilianischen Bundesstaaten vertreten sind, definieren sich als Feministinnen, Bäuerinnen und Ökologinnen.
Luciana Passinato Piovesan, Mitglied der nationalen Bäuerinnenbewegung (MMC), ist überzeugt, dass sich die Frauen von Natur aus "mehr mit wesentlichen Fragen wie der Erhaltung von Leben und Naturschutz beschäftigen".

Nach zehn Jahren kann die MMC, die wie fast alle sozialen Bewegungen in Lateinamerika aus der Befreiungstheologie hervorgegangen ist, bereits einige Erfolge für sich verbuchen. So zum Beispiel die Mutterschaftsversicherung und das Recht der Frauen auf eine Pension.

In der Region Três Cachoeiras leitet die MMC dreißig Frauengruppen, die sich mit Landwirtschaft und guter Bodennutzung, aber auch mit Ausbildung und Gesundheit befassen. Die Frauen sind stolz auf ihre 100% biologisch angebauten Pflanzen und lehnen GVO konsequent ab.

Auch in Uganda bietet der Bio-Anbau Chancen: 80 Prozent der Menschen in Uganda leben von dem, was die Erde hergibt. Im Westen des Landes steigen Tausende Kleinbauern auf ökologische Landwirtschaft um. Ziel: mehr und bessere Nahrungsmittel zu produzieren. Die Bauern sind nicht von allein auf die Idee gekommen, vorhandene Ressourcen für den Anbau ihrer Früchte besser zu nutzen. Auf den Weg gebracht haben sie ugandische Nichtregierungs-Organisationen. Seit 2000 gibt es Projekte und Kampagnen für Bio-Anbau.

Wie die AMA, die "Agribusinness Management Associates", die im gesamten Westteil Ugandas mit Vertretungen auf lokaler Ebene präsent ist. Dort, wo auch die AMA-Vertreter zu Hause sind und die Bevölkerung kennen. Und damit auch den Zugang zu den Bäuerinnen haben. Schon nach den ersten Ernten waren die Frauen überzeugt: Wenn wir biologische Materialien einsetzen, dann werden unsere Kochbananen grüner und praller, dann kann unser Mais besser über die Trockenzeit kommen, und die Vanille wächst schneller, stellten sie fest. Auch auf den lokalen Märkten kommen die Produkte besser an, und es lassen sich höhere Preise erzielen. Denn die Kunden bevorzugen Bio-Produkte, weil sie länger halten, auch ohne Kühlschrank.

Marketing ist das Hauptproblem aller Bauern in diesem Teil des Landes. Aus Mangel an Kommunikationsmitteln und fehlendem Informationsfluss befürchten viele Bauern, und mit ihnen die Organisationen wie AMA, dass der aufblühende Handel mit Bio-Produkten nicht weiter entwickelt werden kann, die relative Armut also bestehen bleibt. (03.02.05)

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige