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Bio-Landbau weltweit im Wachstum

von Redaktion (Kommentare: 0)


Drei Beispiele belegen den stetigen Aufwärtstrend des Öko-Landbaus. In Frankreich ist der Anteil der Bio-Anbaufläche 2005 an der landwirtschaftlichen Nutzfläche von 1,9 auf 2,0 % gestiegen. Wie die ZMP berichtet, werden jetzt in Frankreich rund 560.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Frankreich ist ein wichtiger Exporteur von Bioprodukten: Obst und Gemüse, Wein, aber auch Fleischprodukte zählen zu den bedeutendsten Exportgütern aus dem Bio-Segment. Bei Wein, frischem und verarbeitetem Obst und Gemüse ist etwa die Hälfte der französischen Produzenten auch im Export aktiv.

 

In Mazedonien bestehen derzeit gute Startbedingungen für den biologischen Landbau, berichtet EkoConnect. Mazedonien ist das kleinste Land des ehemaligen Jugoslawien. Die Landwirtschaft ist noch immer ein Schlüsselfaktor für die mazedonische Wirtschaft. Der Landwirtschaftsanteil an der Gesamtwirtschaft beträgt rund 11 % und rund 20 % der Arbeitsplätze sind in der Landwirtschaft zu finden. Charakteristisch sind die vielen kleinen extensiv wirtschaftenden Bauernhöfe. So besitzen 86 % aller Betriebe weniger als 3 ha. Der Anteil der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche an der Landesfläche beträgt 51 %. 577.000 ha sind Ackerland, 738.000 ha Grünland. Bereits seit 1998 werden Projekte zur Förderung des Ökolandbaus umgesetzt. Seit 2003 existiert ein gemeinsames Projekt der nationalen Beratungsorganisation PROBIO GmbH mit dem Schweizer Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) in Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium und lokalen Verbänden in Mazedonien. Das Projekt wird gefördert von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und setzt auf sechs Ebenen an: Gesetzgebung, Aufbau von Verbandsstrukturen, Ausbildung, Beratung, Zertifizierung und Vermarktung. Im Bereich der Ökolandbau-Gesetzgebung und der Ökolandbauförderung ist Mazedonien bereits sehr weit fortgeschritten. Das 2004 verabschiedete Gesetz zum Ökologischen Landbau umfasst die Produktion von tierischen und pflanzlichen Produkten sowie deren Verarbeitung. Verordnungen zur Produktdeklarierung, Zertifizierung und Kontrolle sind in Vorbereitung. Hauptprobleme des mazedonischen Biosektors sind die kleinen Strukturen und der bisher sehr geringe Produktionsumfang, die kaum eine wirtschaftliche Verarbeitung und Vermarktung zulassen. Deshalb haben sich bis jetzt kaum Lebensmittelhersteller gefunden, die Ökoprodukte verarbeiten. Bislang existiert ein kleiner Bio-Wochenmarkt in der Hauptstadt Skopje, doch aufgrund der geringen Produktion gibt es kaum die Möglichkeit, ein kontinuierliches Angebot sicherzustellen. Zurzeit gibt es acht Ökoverbände mit 150 Mitgliedsbetrieben, die sich innerhalb des nächsten Jahres zu einem einzigen Dachverband zusammenschließen wollen. Im September 2005 wurden 50 Betriebe mit 192 ha von der Balkan Biocert Kontrollstelle inspiziert und von der Schweizer Zertifizierungsstelle IMO zertifiziert. Diese Betriebe halten damit die internationalen Kriterien für die Bio-Landwirtschaft ein. Für dieses Jahr haben sich ca. 100 Betriebe zur Kontrolle angemeldet. Die 50 zertifizierten Betriebe wurden 2005 mit staatlichen Direktzahlungen in Höhe von 1 Mio. Dinar, umgerechnet ca. 17.140 Euro gefördert. Produkte sind unter anderem Südfrüchte (Feigen, Kaki, Kiwis, Granatäpfel, Pfirsiche), Nüsse, Kartoffeln, Getreide (Reis, Roggen, Mais, Gerste), Honig, Sonnenblumen, Käse und Essig.

 

In Südafrika ist der biologische Anbau einer der am schnellsten wachsenden Sektoren innerhalb des Gartenbaus, berichtet fruchtportal.de. Von Produktion bis Handel stehen die Zeichen auf Expansion. Die Zahl der zertifizierten Farmen erhöhte sich im Jahr 2005 auf 200, die Bio-Anbaufläche erreichte den Rekordstand von 515.000 ha. Eine herausragende Rolle spielen Obst und Gemüse, insbesondere Äpfel, Weintrauben, Avocados, Blaubeeren und Zitrusfrüchte. Parallel dazu kletterte der Einzelhandelsumsatz im letzten Jahr auf 100 Mio. Rand. Vermehrt wird Frischware vor allem nach Großbritannien und Deutschland, verarbeitete Produkte hauptsächlich in die USA exportiert. Nach Ansicht der Organisation „Export Promotion of Organic Products From Africa“ stärken  kooperatives Marketing und verstärkte Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern die Position des biologischen Landbaus. Dieser Aufwärtstrend wird durch eine zunehmende Initiative ergreifende Haltung der Regierung und die Einführung neuer Praktiken und Verfahren gefördert. Weiteren Nutzen soll die Gründung des „South African Council for Organic Development and Sustainability“ bringen.

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