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Bio-Landbau wächst weltweit

von Redaktion (Kommentare: 0)


Weltweit werden mehr als 26 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet, berichtet das Handelspanel Vistaverde. Das belegt auch die auf der BioFach vorgelegte Studie "The World of Organic Agriculture - Statistics and Emerging Trade 2005". Im Vergleich zum Vorjahr hat damit die Biofläche um etwa 10 Prozent zugenommen. Mit einer Fläche von 11,3 Millionen Hektar liegt Australien an der Spitze der Statistik, gefolgt von Argentinien (2,8 Mio. Hektar) und Italien (1 Mio. Hektar). Deutschland liegt im weltweiten Vergleich auf Platz sieben mit 734.000 Hektar.

Bernward Geier (Bild) von der Internationalen Vereinigung biologischer Landbewegung (IFOAM) erwartet auch für die nächsten Jahre ein gesundes Wachstum der Biofläche und des globalen Marktes, unter anderem weil der Biolandbau und seine Produkte jetzt immer mehr Unterstützung von Regierungen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit erhält. Für letztere ist der entscheidende Punkt, dass sich mit den höheren Preisen für Bio-Produkte der Armut der Landbevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern sehr gut entgegenwirken lässt.

Schlechte Nachrichten dagegen aus Mecklenburg-Vorpommern. Erstmals seit Jahren mussten die Bio-Bauern Einbußen hinnehmen. Der Anbau ging im vergangenen Jahr um 1880 auf 105.500 Hektar zurück. Erstmals seit vier Jahren sei die Anbaufläche in MV 2004 zurückgegangen, teilte Kai-Uwe Kachel, Öko-Experte aus dem Agrarministerium mit. 29 der derzeit 676 Betriebe mussten aufgeben. Steigende Kosten lassen die Gewinne in den Öko-Betrieben dramatisch sinken, meinte Hubert Heilmann von der Landesforschungsanstalt. Inzwischen machten Zuschüsse 40 % am Betriebsertrag aus, erklärte Heilmann.

Das Agrarbündnis erwartet vom Land einen Aktionsplan Ökolandbau für MV. In einem Zehn-Punkte-Papier fordern die Verbände u. a. Beihilfen und bessere Beratung für Bio-Betriebe. "Wir brauchen ein Kompetenzzentrum Öko-Landbau", meinte BUND-Fachmann Roloff. MV kommt der Öko-Branche entgegen. Seit 2005 wird die 2004 eingestellte Förderung für Neueinsteiger wieder gezahlt, kündigte Agrarminister Till Backhaus (SPD) an. Dafür würden jährlich etwa 13 Millionen Euro ausgegeben. Darüber hinaus werden die Zuschüsse für Erzeugergemeinschaften deutlich von bisher 25 auf 40 Prozent erhöht, sagte Öko-Referent Kachel. Schätzungsweise vier Millionen Euro würden in verschiedenste Vermarktungsprojekte gesteckt. (16.03.05)

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