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Bio-Land Brandenburg

von Redaktion (Kommentare: 0)


Dank guter Absatzchancen in der Hauptstadt und einer wirksamen Förderung im Land Brandenburg bewirtschaften Ökobauern in Brandenburg bereits 8,9 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche; dies ist prozentual der höchste Anteil in Deutschland. Im Bio-Bereich ist Brandenburg seit kurzem auch zuständig für Berlin. Nach Abschluss des Landwirtschaftsstaatsvertrages am 16. Oktober kontrollieren Brandenburger auch in der Hauptstadt in 91 Unternehmen die Einhaltung der Öko-Verordnung.

Brandenburg führt im Ländervergleich weit vor dem deutschen Durchschnitt mit einem Flächenanteil von 8,9 Prozent - das sind rund 120.000 Hektar an der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Bei der absoluten Fläche liegt Brandenburg gleich hinter Bayern (127.000 Hektar) auf dem zweiten Platz. Auch das Jahr 2004 brachte nach den bisher vorliegenden Anmeldungen erneut eine Zunahme an ökologisch bewirtschafteter Fläche um 6.000 Hektar. Dies entspricht den bisherigen jährlichen Zuwachsraten.

Den 100 Anmeldungen im Öko-Bereich stehen 26 Abmeldungen gegenüber. Die Zahl der Erzeuger-, Verarbeitungs- und Handelsunternehmen stieg damit von 654 im Jahr 2003 auf jetzt 728. Davon sind 618 landwirtschaftliche und gartenbauliche Unternehmen. Der Anteil der verarbeitenden Betriebe einschließlich Hofverarbeitung macht nur rund ein Fünftel aus, aber der Anteil der Verarbeiter steigt. Von den 100 Neuanmeldungen sind 27 Verarbeitungsunternehmen, davon wiederum die Hälfte Unternehmen der Außer-Haus-Verpflegung - Kantinen, Mensen und Caterer. Einige der Neuanmeldungen bereiten Bioprodukte zu Halbfertigprodukten für das Gaststättenwesen zu. Sie unterstützen damit die weitere Verbreitung von Ökoprodukten in diesem wichtigen Marktsegment.

Der weitere Zuwachs im Öko-Landbau ist abhängig von der Organisation des Absatzes und von einem besseren Marketing, um neue Käuferschichten anzusprechen. Das Land hat hier in größerem Umfang Investitionen in der Direktvermarktung gefördert, ebenso die Bildung von Erzeugergemeinschaften zur Bündelung der Angebote in hoher Qualität.

Die Förderung des ökologischen Landbaus in Brandenburg erfolgt im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms sowie über die Richtlinie Einzelbetriebliche Investitionen in landwirtschaftlichen Unternehmen, die Richtlinie zur Förderung der Verarbeitung und Vermarktung ökologisch erzeugter Produkte im Land Brandenburg, über den Verband pro agro und als Verbandsförderung. Die Hälfte der gemeldeten Öko-Unternehmen in Brandenburg ist Mitglied in einem Verband. Im Land sind fünf Ökolandbauverbände tätig, wobei Biopark 41 Prozent der Betriebe, Bioland, 24 Prozent, Gäa, 23 Prozent, Demeter 9 Prozent und Naturland 3 Prozent der organisierten Unternehmen vereint.
(27.12.2004)

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