Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Bio-Kressetag 2008

von Redaktion (Kommentare: 0)


Sechs biologisch wirtschaftende Kresse-Saatgutvermehrer sowie Frau Ulrich, Landwirtschaftsoberrätin vom hessischen Pflanzenschutzdienst, kamen auf Einladung der Bingenheimer Saatgut am 16.01.2008 in Bingenheim (zwischen Frankfurt und Gießen) zusammen.

 

Die ökologische Kresse-Saatgutvermehrung war in den letzen beiden Jahren aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse sehr problematisch. „Der mitteleuropäische Kressesaatgutmarkt ist praktisch leergefegt. Insbesondere die pilzlichen Schaderreger Falscher Mehltau und Weißer Rost führen zu Problemen, bis zum Totalausfall“, so Andreas Wisbar, Leiter Einkauf bei der Bingenheimer Saatgut AG. „Damit es in Zukunft nicht mehr zu solchen Engpässen kommt, erörtern wir mit Praktikern aus der ökologischen Saatgutproduktion und mit Hilfe einer Pflanzenschutzexpertin Verbesserungsmaßnahmen in der Saatgutproduktion. Schließlich haben die Saatgutvermehrer auch einen großen Schaden, wenn eine Partie nach Reinigung und Prüfung nicht verkaufsfähig ist“ so Wisbar weiter.

 

Die einfache Gartenkresse (botanisch: Lepidium sativum) ist ein wichtiges Produkt für den Ökolandbau: spezialisierte Gartenbaubetriebe produzieren Kresse in Schälchen – dabei sind die Produzenten auf höchste Saatgutqualitäten angewiesen. Und: die Kresseaussaat kann ganzjährig vom Verbraucher zu Hause durchgeführt werden, das ist einfach, schnell und daher sehr beliebt. Mehrere hundert Tonnen Kresse werden jährlich in deutschen Haushalten selbst ausgesät“ so Wisbar weiter.

 

„Zunächst müssen die Schadbilder beschrieben und definiert werden, auch die Biologie der Schaderreger muss bekannt sein – erst dann können Lösungsansätze diskutiert werden“ erläutert die Expertin des Pflanzenschutzamtes, Frau Ullrich. „Auf dieser Grundlage beurteilen wir dann die unterschiedliche Kulturführung an den verschiedenen Vermehrungsstandorten – denn diese sind ein wichtiger Aspekt bei der Ausprägung des Krankheitsbildes“, ergänzt Frau Hinke, Leiterin der Saatgutdiagnostik, Bingenheimer Saatgut AG. „Die Resultate werden wir gemeinsam weiter verfolgen“, so die einhellige Meinung der Teilnehmer am Ende des Bio-Kressetages. Die ökologische Saatgutproduktion kann auf eine intensive Zusammenarbeit bauen - dies zeigen das Engagement und nicht zuletzt die weiten Reisen, die die Teilnehmer (sie wirtschaften nach den Richtlinien der Anbauverbände Demeter, Bioland und GÄA) zurückgelegt haben.

 

www.oekoseeds.de

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige