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Bio-Getreidehandel abwartend

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die deutsche Bio-Getreideernte läuft inzwischen auf Hochtouren. Anbieter und Abnehmer warten jedoch mit stärkeren Preisverhandlungen voraussichtlich bis Ende August. Dann werden sie Erntemengen und Qualitäten insbesondere bei Brotweizen und Braugerste besser einschätzen können. Die Ernte fällt wahrscheinlich höher aus als 2007, bleibt aber unterdurchschnittlich.


Momentan geben die Landwirte nur Ware ab, für die sie keine Lagerkapazität haben oder um liquide zu bleiben. Sie hoffen auf hohe Preise, wie sie im Winter und zeitigen Frühjahr gezahlt wurden. Die Abnehmer haben ihren kurzfristigen Bedarf gedeckt und gehen nicht auf die hohen Preisforderungen ein, da sie von einer entspannteren Versorgungslage nach der Ernte ausgehen. Zusätzlich verunsichert der deutliche Abwärtstrend der Getreidekurse im konventionellen Markt die Marktbeteiligten.

 

Beim Roggen scheinen die Ertragsausfälle nach der langen Trockenperiode im Nordosten Deutschlands geringer zu sein als erwartet, auch wenn es keine Normalernte geben wird. Die Trockenheit hat spät ausgesätem Hafer und Sommergerste stark geschadet. Die Landwirte mussten viele Lupinenbestände bereits vor der Ernte umbrechen.

 

Die Futtermischer kaufen nur partiell neues Getreide zu. Wegen der Bestandsabstockungen in der Schweine- und Hähnchenmast ist die Nachfrage nach Fertigfutter spürbar gesunken. Gleichzeitig wird Futtergerste aus Osteuropa zu niedrigen Kursen ab Rotterdam angeboten.

 

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 05.08.2008

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