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Bio-Gemüsesaftumsätze auf hohem Niveau

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bio-Gemüsesäfte haben inzwischen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) schon einen recht hohen Marktanteil von knapp 13 % erreicht und wachsen deshalb nicht mehr so stark wie es noch die meisten anderen Warengruppen tun.

 

Allerdings gehen die Umsätze in den Naturkostfachhandelsgeschäften nach den Zahlen des Handelspanels von BioVista deutlicher nach oben. Nach einem Zuwachs von 7 % in 2006, steigt dieser im ersten Halbjahr 2007 um beachtliche 24 %. Laut den Daten von AC Nielsen gehen die Umsatzzuwächse bei Bio-Gemüsesäften im LEH allmählich zurück. Waren es im Jahr 2005 noch 18 % Umsatzzuwachs, so konnte dieser im Jahr 2006 nur noch um 7 % übertroffen werden; im ersten Halbjahr 2007 lag das Plus dann bei knapp 6 %.

 

Allerdings gibt es auch noch nicht sehr viele Warengruppen, die bislang einen Marktanteil von über 10 % erreicht haben und somit können die Unternehmen mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein und einer sich abzeichnenden Konsolidierungsphase gelassen entgegen sehen.

 

Lediglich die wachsende Konkurrenz der konventionellen Artikel könnte ein wenig Sorge bereiten. Haben die traditionellen Hersteller doch scheinbar anhand des Bio-Booms das Marktpotenzial erkannt und nun kräftig nachgelegt. Denn die Umsätze für die konventionellen Varianten des Gesundheitsgetränkes stiegen in 2006 um 13 % und scheinen den Bio-Artikeln mehr Konkurrenz als früher zu machen.

 

Betrachtet man die Präsentationsart der Bio-Artikel in dieser Warengruppe dann fällt allerdings auch auf, dass für Bio-Säfte oftmals wenig getan wird. Der interessierte Kunden muss lange und intensiv suchen um die Bio-Variante zu finden, gleichen sich doch Verpackungsart, Schriftzüge und Farbgebung sehr stark. Auch der Gesundheits- bzw. Wellness-Gedanke wird auf vielen Angeboten präsentiert so dass Bio hier nicht wirklich punkten kann, so man denn die zwei Bio-Säfte unter den 35 konventionellen überhaupt findet. Hier könnten die Unternehmen also noch einige einfache Marketingtechniken nutzen um das Marktpotenzial besser auszuschöpfen.

 

Nach den aktuellen Zahlen von Agromilagro Research dürfte im Gesamtjahr 2007 mit dem Bio-Gemüsesaftumsatz im LEH die 20 Millionen Euro Grenze überschritten werden. Das größte Stück vom 20 Millionen-Kuchen schneiden sich erneut die Discounter ab. Fast die Hälfte des Umsatzes entfällt auf diesen Geschäftstyp. Knapp ein Drittel bestreiten die großflächigen Verbrauchermärkte und immerhin 11 % des Bio-Gemüseumsatzes werden in Drogeriemärkten generiert. Allerdings verlieren diese wie auch die kleineren Supermärkte, Getränkeabholmärkte und Verbrauchermärkte immer weiter Marktanteile. Diese Entwicklung dürfte sich allerdings bald wieder ändern. Denn wenn erst einmal alle Discounter eine entsprechendes Angebot haben, geht der Umsatzzuwachs automatisch deutlich zurück.

 

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