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Bio-Fleischvermarktung soll in Berlin und Brandenburg angekurbelt werden

von Redaktion (Kommentare: 0)


Brandenburg ist mit 9,7 % Bio-Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche das Bundesland mit dem höchsten Bioanteil. Das Land Brandenburg tritt dabei am nationalen wie am europäischen Biomarkt vorrangig als Produzent von Bio-Fleisch auf, während die nachgelagerten Wertschöpfungsstufen, insbesondere die Fleischverarbeitung fast vorrangig in den alten Bundesländern angesiedelt sind. Dabei verfügt das „Agrarland“ Brandenburg mit der Metropole Berlin vor der Tür über einen Absatzmarkt für Bioprodukte, der sich sehr dynamisch entwickelt und für Produkte aus Brandenburger Herkunft gute Absatzchancen bietet. Gerade im Bereich der Vermarktung von Bio-Fleisch- und Wurstwaren aus Brandenburger Erzeugung ist es bisher jedoch noch nicht gelungen, dieses Marktpotential zu erschließen. Am 19.1.2006 wird das Projekt der Fachöffentlichkeit in Berlin vorgestellt.


Projekt erarbeitet Handlungsempfehlungen


Auf der Basis der vorausgehenden Erkenntnisse wurden folgende Handlungsempfehlungen durch das Projekt „Potentiale der Vermarktung für regionales Bio-Fleisch in Berlin-Brandenburg“ für die beiden Vermarktungswege Naturkosteinzelhandel (NEH) und Außer-Haus-Verzehr (AHV) erarbeitet:


A) Naturkosteinzelhandel


 - Die größten Potenziale für eine Ausdehnung des Absatzes von Bio-Fleisch und -Wurst im regionalen NEH wird in den Bereichen SB, TK und Bedientheke gesehen. Bei letzteren ergeben sich Möglichkeiten für weitere Existenzgründer oder Umsteller aus dem Fleischerhandwerk, weil Ladeninhaber das damit verbundene Risiko lieber auslagern möchten bzw. selbst nicht über das nötige Know how verfügen.


- Es besteht akuter und massiver Investitionsbedarf, um die Kapazitäten für die Bedienung dieses wachsenden Marktsegmentes zu schaffen. Modulare Ausbaumöglichkeiten sind zu berücksichtigen, um weitere Wachstumsschritte (z.B. NEH national oder andere Vermarktungskanäle wie SEH) „aus dem Stand heraus“ bedienen zu können.

 

- Dringend empfohlen wird der Auf- bzw. Ausbau einer in sich konsistenten und nach außen wie innen leistungsfähigen Regionalmarke, die das Potenzial aufweist, sich regional wie national als (regionale) Premium-Marke zu etablieren. Bei der Konzeption der Markeninhalte (Kriterien, Nutzenversprechen, Rückverfolgbarkeit) wie bei der Umsetzung ist daher darauf zu achten, dass diese Marke auch überregional einsetzbar ist. Gleiches gilt für Adaptionen für die Vermarktung im SEH und die Ausgliederung spezifischer Eigenmarken im NEH (Biosupermärkte)

 

- Als wesentlicher Bestandteil einer leistungsfähigen und wetterfesten Marke wird der Aufbau eines die gesamte regionale Wertschöpfungskette umfassenden Rückverfolgbarkeitssystems empfohlen.

 

B) Außer-Haus-Versorgung (AHV)

 

Als wichtigste Handlungsempfehlung für die Erschließung des AHV-Segments wird der strukturelle Aufbau eines „Vollsortiment-Angebotes aus einer Hand“ favorisiert. Wesentliche Bestandteile einer solchen Strategie sind

 

- die Ausbildung eines AHV-spezifischen Sortiment- und Service-Angebotes für Köche und AHV-Einkäufer 

 

- konsequente Verknüpfung der Bio-Fachkompetenz mit den Erfahrungen, Ansprüchen und der Kultur im AHV-Bereich (v.a. Köche und Einkäufer)

 

- die Entwicklung aktiver Betreuungs- und Problemlösungsstrategien (insbesondere für Kundenansprache und Preisstrategien)

 

- enge Kooperation von Erfassung, Verarbeitung, Logistik und Dienstleistung

 

- Option: Gründung eines regional-nationalen Verbundes, um regionale wie nationale Strukturen ansprechen und bedienen zu können.

 

Infos bei:


Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL)
Marienstrasse 19 / 20, 10117 Berlin
Ansprechpartner: Michael Wimmer
Tel: 030-28482440 m.wimmer@foel.de / www.foel.de 

 

fx Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften e.V.

Marienstraße 19/20

10117 Berlin

Ansprechpartner: Frieder Rock

Tel: 030-23457499

rock@fhochx.de / www.fhochx.de

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