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Bio-Crevetten aus Bangladesch

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Swiss Import Promotion Programme (SIPPO) fördert seit 1999 im Auftrag des schweizer Staatsekretariats für Wirtschaft die Importe in die Schweiz und die Europäische Union aus Entwicklungs- und Transitionsländern sowie den Ländern Südosteuropas. Nachdem das SIPPO Projekt für die Aufzucht von biologischen Crevetten in Vietnam erfolgreich angelaufen war, fragte auch Bangladesch um Unterstützung an.

 

Nach einer Evaluationsmission im Jahr 2004 begann SIPPO ein Jahr später in Zusammenarbeit mit der Bangladesh Frozen Food Exporters Association (BFFEA) mit dem Aufbau des Pilotprojektes. Die Gegend um Mushiganji bei Khulna, die an das Naturschutzgebiet Sunderban grenzt, wurde als geeignete Region dafür ausgewählt. Mit dem lokalen Partner BFFEA wurden die Mittelsmänner und Agenten sowie die Verarbeiter und Exporteure für dieses Projekt selektiert. Bedingung für eine Teilnahme war unter anderem, dass der Verarbeiter und Exporteur die Inspektions- und Zertifizierungskosten übernimmt. In einem weiteren Schritt wurde eine lokale Organisation gesucht, die das Projekt vor Ort betreuen und die Farmer gruppieren kann. Als lokaler Berater für Landwirtschaft und Aquakultur wurde schliesslich die NGO Shushilan unter Vertrag genommen. 

 

Um eine geeignete Exportmenge an biologisch zertifizierten Crevetten zu erreichen braucht es rund 2000 Farmer. Ein Fragebogen dient als Untersuchungsgrundlage. Nach der Auswertung werden die Farmer in allen Aspekten der biologischen Aufzucht und der Verwaltung ausgebildet. Die Farmer werden vom lokalen Berater evaluiert und trainiert, wobei der SIPPO Experte Kontrollen durchführt. Noch während das Projekt aufgebaut wird, stellt SIPPO Kontakte zu Importeuren in der Schweiz und Europa her, um den späteren Absatz sicherzustellen.

 

Voraussetzung dafür, dass SIPPO Unterstützung gewährt, ist eine bereits vorhandene Aufzucht, die sich auf biologische Richtlinien umstellen lassen kann, sowie die Bereitschaft des jeweiligen Landes das Projekt aktiv zu fördern und einen Teil der Kosten zu übernehmen. Nach einer ersten Evaluationsmission entscheidet SIPPO, ob das Potenzial für ein Pilotprojekt vorhanden ist. Die Projekte in diesem Sektor werden jeweils in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern durchgeführt. In den letzten Jahren wurde die Organisation von verschiedenen Ländern um Unterstützung beim Aufbau von biologischen Aquakulturen angefragt. Nebst der Vermittlung von Know-how bietet SIPPO auch Unterstützung bei der Vermittlung von potenziellen Geschäftspartnern.

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