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Bio-Boom im Osten

von Redaktion (Kommentare: 0)


Trotz der gestiegenen Erlöse gibt es in der ostdeutschen Öko-Szene Anlass zu selbstkritischen Gedanken. "Wir sind Opfer unseres eigenen Wachstums geworden" , sagt Jens-Uwe Schade, Sprecher des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums. Zwar liege das Land mit 10 % ökologisch bewirtschafteter Fläche im Bundesvergleich ganz vorn, strukturell aber gebe es noch deutliche Mängel. Schade: "Gerade im Winter wird zu wenig produziert. Nur wenige Betriebe haben eigene Gewächshäuser, vor allem wird im Land zu wenig verarbeitet."

 

Um mehr verarbeitende Betriebe in der Region anzusiedeln und die Wertschöpfung voranzutreiben, wird vom Land gemeinsam mit den Bio-Verbänden ein Aktionsplan erarbeitet. Sanna Rehfeld, stellvertretende Geschäftsführerin der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg, kennt das Problem: "Gerade der Markt in Berlin lechzt nach regionalen Bioprodukten. Cafés, Restaurants und Kantinen suchen dringend vorverarbeitete Produkte in großen Gebinden – und werden derzeit nicht fündig. Ebenso mangelt es noch an veredelten Produkten." 

 

In Sachsen ist die Zahl der Unternehmen beispielsweise um 6,8 % auf nunmehr 298 gestiegen, in diesem Jahr liegen schon Anträge von 48 Betrieben zur Umstellung auf ökologische Landwirtschaft vor.

 

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